Rheinfelden
Der nächste Winter kann kommen: Die Schweizer Salinen bauen eine «Salztankstelle»

Der Winter ist zwar noch einige Wochen und Grad entfernt: Die Schweizer Salinen rüsten sich aber bereits für die kalte Jahreszeit. Unter anderem wird bei der Saline Riburg in Rheinfelden ein «Salztankstelle» eingerichtet. Hier können künftig Winterdienstfahrzeuge direkt befüllt werden.

Nadine Böni
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An der «Salztankstelle» der Schweizer Salinen bei der Saline Riburg können Winterdienstfahrzeuge befüllt werden.

An der «Salztankstelle» der Schweizer Salinen bei der Saline Riburg können Winterdienstfahrzeuge befüllt werden.

zvg

So viel Salz wie im vergangenen Januar verkaufte die Schweizer Salinen AG zuvor noch nie. Durch den starken Schneefall verzeichneten die Schweizer Salinen eine neue Rekordmarke: «Rund 135'000 Tonnen Salz wurden ausgeliefert, davon waren circa 110'000 Auftausalz», hiess es damals in einer Mitteilung. Zum Vergleich: Das ist etwa 12 Mal mehr Auftausalz als im selben Zeitraum im Jahr davor.

Nun, vom nächsten Winter sind wir derzeit noch mindestens einige Wochen und Grad entfernt, doch: Die Schweizer Salinen rüsten sich bereits für die kalte Jahreszeit. Nicht nur, dass die Salzvorräte wieder aufgefüllt werden. Daneben soll der Standort Riburg in Rheinfelden mit einer sogenannten Salztankstelle versehen werden. Das geht aus einem Baugesuch, das ab Freitag auf der Bauverwaltung in Rheinfelden öffentlich aufliegt, hervor.

Silos sollen gut zugänglich sein

«Bei der Salztankstelle handelt es sich um zwei Silos für Auftausalz», sagt Unternehmenssprecher Frank Butz. Die Silos verfügten über 50 respektive 75 Kubikmeter Volumen. An der Tankstelle können «hauptsächlich die umliegenden Gemeinden sowie einige regionale Unternehmen ihre Winterdienstfahrzeuge mit Auftausalz befüllen», erklärt Butz.

Am Standort Riburg stehen die beiden Saldome – hier lagern über 100'000 Tonnen Streusalz.

Am Standort Riburg stehen die beiden Saldome – hier lagern über 100'000 Tonnen Streusalz.

Alex Spichale
(11. November 2015)

Die beiden Silos bestehen bereits, werden nun jedoch an einen zugänglichen Ort versetzt und dort fix installiert. Butz sagt:

«Aus praktischen Gründen der Erreichbarkeit sind die Silos auf dem Gebiet der Saline in Riburg ausserhalb des Zauns geplant und werden damit sehr gut zugänglich sein.»

So werde die Versorgung mit Auftausalz ideal sichergestellt.

Die Bezugsmengen sind auf den professionellen Winterdienst ausgelegt. Bei Interesse könnten Kundinnen und Kunden sowie Gemeinden die Installation aber besuchen und erhalten vor Ort eine Demonstration der Funktionsweise.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Butz auf einen «niedrigen sechsstelligen Betrag». Die Inbetriebnahme der «Salztankstelle» erfolgt voraussichtlich bis zum 1. November. «Zu diesem Zeitpunkt starten meist auch die Winterdienste mit ihren Arbeiten», so Butz.

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