Fussball

Schafft es der FC Frick im dritten Anlauf in den Cupfinal?

Gabriel Herzog, Torhüter beim FC Frick, glaubt an die erste Finalqualifikation in der Vereinsgeschichte. Fabio Baranzini

Gabriel Herzog, Torhüter beim FC Frick, glaubt an die erste Finalqualifikation in der Vereinsgeschichte. Fabio Baranzini

Am Dienstag trifft der FC Frick auswärts im Halbfinal des Aargauer Cups auf den FC Suhr. Auf dem Papier sind die Fricker als höherklassiges Team der Favorit. Doch das spielt im Cup bekanntlich keine Rolle. «Das wird ein Kampf auf Augenhöhe. Einen Favoriten gibt es in diesem Spiel nicht», so Gabriel Herzog, Goalie der Blau-Gelben.

Der FC Frick und der Aargauer Cup – das passt. Zum dritten Mal in Folge steht der 2.-Ligist aus dem Fricktal im Halbfinal. Diese Konstanz in einem Wettbewerb, der vor allem von Überraschungen und Exploits der Aussenseiter lebt, kann kein Zufall sein. «Es stimmt schon, dass wir eine Cupmannschaft sind. Die grossen Spiele gegen favorisierte Teams liegen uns. Das haben wir in den letzten Jahren bewiesen», sagt Gabriel Herzog.

Der 22-jährige Sportstudent aus Hornussen steht beim FC Frick zwischen den Pfosten. Trotz seines jungen Alters zählt er bereits zu den arrivierten Kräften im Dress der Blau-Gelben. Gabriel Herzog, der die komplette Juniorenabteilung beim FC Frick durchlaufen hat, bestreitet bereits seine fünfte Saison als Stammtorhüter. «Gabriel ist enorm wichtig für uns. Ohne ihn geht es nicht, er ist unsere Lebensversicherung. Gerade im Cup hat er einige sehr starke Spiele gezeigt», lobt Captain Marco Boss seinen Schlussmann.

Torhüter als einzige Option

Gabriel Herzog selber sieht sich dagegen nicht als Leader, sondern «einfach als Teil des Teams», wie er sagt. Auch was seine Ambitionen als Fussballer angeht, gibt sich der junge Fricktaler bodenständig. Der Traum von einer Profikarriere und Spielen in der Champions League waren für ihn kein Thema. Auch nicht als kleiner Junge. «Ich spielte immer in erster Linie zum Plausch Fussball. Natürlich bin ich ehrgeizig und will gewinnen, aber ich spiele lieber in meinem Verein mit meinen Kollegen als irgendwo anders, nur damit ich etwas Geld verdiene oder erzählen kann, ich hätte in einer höheren Liga gespielt», sagt Herzog.

Dem FC Frick hält er seit 15 Jahren die Treue. Und genauso lang steht Gabriel Herzog auch schon zwischen den Pfosten. Das allerdings nicht ganz freiwillig – zumindest am Anfang. «Als Kind litt ich unter Leistungsasthma. Auf dem Feld zu spielen, war für mich daher nie eine Option», sagt er. Doch Gabriel Herzog fand schnell gefallen an seiner Aufgabe als Torhüter. «Ich mag es, die letzte Instanz zu sein. Auch wenn ich nur wenige Aktionen in einem Spiel habe, muss ich immer bereit sein. Diese mentale Herausforderung fasziniert mich», so Herzog, der sein Wissen als Goalietrainer zweimal pro Woche an seine potenziellen Nachfolger weitergibt.

Ein schwieriger Gegner

Die Qualitäten von Gabriel Herzog sind am nächsten Dienstag wieder gefragt. Dann nämlich steht der Halbfinal im Aargauer Cup auswärts gegen den FC Suhr an. Auf dem Papier sind die Fricker als höherklassiges Team der Favorit. Doch das spielt im Cup bekanntlich keine Rolle. Die Suhrer haben im laufenden Wettbewerb bereits zwei Teams aus der 2. Liga eliminiert und spielen auch in der 3. Liga ganz vorne mit. «Das wird ein Kampf auf Augenhöhe. Einen Favoriten gibt es in diesem Spiel nicht», so Herzog.

Eines aber ist klar: Nach zwei Halbfinal-Pleiten in Serie will der FC Frick nun endlich den Cupfinal erreichen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. «Es wäre grossartig, im Aargauer Cupfinal vor einer grossen Kulisse aufzulaufen und als Cupsieger die Chancen zu erhalten, gegen einen grossen Schweizer Klub spielen zu können», sagt Herzog, der in den Nächten vor grossen Spielen zumeist kaum oder nur sehr schlecht schläft. «Das ist bei mir normal. Es ist die Mischung aus Vorfreude und Nervosität vor einem wichtigen Match, die mir schlaflose Nächte bereitet. Aber ich brauche das, damit ich gut spiele», sagt Herzog lachend.

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