Wölflinswil

Senioren wollen wieder die Schulbank drücken und Schülern helfen

In Fricktaler Schulzimmern sind immer mehr Senioren im Einsatz. Jetzt wollen auch Wittnau, Oberhof und Wölflinswil mitmachen. (Symbolbild)

In Fricktaler Schulzimmern sind immer mehr Senioren im Einsatz. Jetzt wollen auch Wittnau, Oberhof und Wölflinswil mitmachen. (Symbolbild)

Das Interesse der Schulen an Freiwilligenarbeit von Senioren steigt. Sie sollen nun in Schulen beispielsweise im Textilen Werken zeigen, wie man Strickt oder Schüler auf eine Exkursion begleiten.

«Wir haben in letzter Zeit überraschend viele Anfragen von Schulen aus dem Fricktal, die sich für das Projekt ‹Generationen im Klassenzimmer› interessieren», sagt Eva Schütz von Pro Senectute Aargau und Frick.

Aus mehreren Fricktaler Gemeinden sind Anfragen hängig. Bereits mit Erfolg realisiert wurde das Projekt in Gansingen. In Gipf-Oberfrick sind seit diesen Herbstferien sieben Senioren in den Schulzimmern im Einsatz.

Auch die Schulen in Wittnau, Oberhof und Wölflinswil möchten mit Senioren den Schulunterricht gestalten. Darum fand am Montagabend eine Informationsveranstaltung in Wölflinswil statt.

Pro Senectute engagiert sich schon seit einigen Jahren für den generationenübergreifenden Austausch. Bereits in den Neunzigerjahren starteten erste Schulklassen Versuche mit Seniorinnen und Senioren als freiwilligen Helfern in Schulen.

Ein möglicher Grund für das zunehmende Interesse der Fricktaler Schulen am Projekt «Generationen im Klassenzimmer» sieht Eva Schütz im Umstand, dass die Lehrkräfte nach den Umstellungen der letzten Jahre wieder mehr Kapazitäten haben.

In Wittnau, Oberhof und Wölflinswil hat man an der Infoveranstaltung das Interesse der Senioren ausgelotet. «Unser Ziel ist es, in diesen Gemeinden 12 bis 15 Senioren und Seniorinnen für die Teilnahme am Projekt zu motivieren», sagt Eva Schütz.

Am Infoabend sind sieben Senioren erschienen. «Eine zentrale Frage galt dem Zeitaufwand», sagt Schütz. Dies sei verständlich, da man sich doch über einen gewissen Zeitraum festlege. Wünschenswert sei, dass die Senioren sich für drei Monate verpflichten.

«Wobei damit eher eine Absichtserklärung gemeint ist», sagt Schütz. Die Einsätze könnten auch flexibler gestaltet werden. Man könne auch 14-täglich mitmachen. Oder nur im Winterhalbjahr, falls man im Sommer durch Gartenarbeit oder ähnliches keine Zeit hat.

Für alle ein Gewinn

Die Senioren beschäftigen sich während des Unterrichts aktiv mit den Schülern. Immer in Absprache mit der Lehrperson. Aufgaben können zum Beispiel die Begleitung von Gruppenarbeiten sein. Oder Vorlesen im Kindergarten.

Im Textilen Werken können sie zeigen, wie man strickt. Und sie begleiten Exkursionen. «Unsere Erfahrung ist, dass alle am Projekt Beteiligten von der Mitarbeit der Senioren profitieren», sagt Eva Schütz.

Wie viele Senioren sich am Infoabend in Wölflinswil vom Projekt überzeugen liessen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. «Wir starten, sobald die erste Person mitmacht», sagt Eva Schütz.

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