Rheinfelden

Spaghetti und Tomatensauce auf der Strasse: Vandalenakt bei «Foodsharing-Station»

Seit etwa zwei Monaten gibt es am Bahnhof eine Foodsharing-Station. Mit Bea Bieber und Michael Sailer

Seit etwa zwei Monaten gibt es am Bahnhof eine Foodsharing-Station. Mit Bea Bieber und Michael Sailer

Seit gut zwei Monaten ist die «Foodsharing-Station» am Rheinfelder Bahnhof in Betrieb und die Initianten der GLP Rheinfelden/Fricktal ziehen ein positives erstes Fazit. Nun aber kam es zu einem unschönen Vorfall. Joseph Echle, Pächter des K-Kiosk direkt neben der ausgedienten Telefonzelle, in der die Station eingerichtet ist, bestätigt, dass es vor einigen Wochen einen Fall von Vandalismus gegeben habe.

An einem Sonntagmorgen habe er das Kiosk-Areal und weitere Bereiche des Bahnhofplatzes verschmutzt vorgefunden. Der Asphalt sei mit ungekochten Spaghetti bedeckt gewesen, vermischt mit weissen Bohnen in Tomatensauce, vermutlich aus geöffneten Konserven stammend. Derlei Lebensmittel lagern in der am Bahnhof betriebenen Essensstation.

Der Kiosk-Pächter hat aufgeräumt und geputzt

Echle räumt aber ein: «Es war ein Einzelfall. Weiter hat es nie Probleme gegeben.» Laut dem Kiosk-Pächter ist es auch die Ausnahme, dass in der Station Lebensmittel über Nacht aufbewahrt werden. «Meistens gehen die noch am Abend weg», weiss er. Echle sagt, dass er die von Unbekannten angerichtete Verschmutzung auf dem Areal auf eigene Faust beseitigt und weder Stadt noch die Polizei oder die Stationsbetreiber über den Vorfall informiert habe.

«Schade, dass er sich so entschieden hat», sagt Béa Bieber, Mitinitiantin der Essensstation. Denn: «Wir können nur auf Vorfälle reagieren, wenn wir davon Kenntnis haben.» Und aus eigener Kenntnis kann Bieber sagen: «Es hat bisher keine Beschädigungen oder Zerstörungen an der Station gegeben.» Die GLP-Politikerin: «Wir kontrollieren laufend und stehen auch mit Herrn Echle regelmässig in Kontakt.» Auch Bieber bestätigt: «Die Foodsharing-Station wird so gut frequentiert, dass über Nacht dort lagernde Ware, mit der Vandalismus betrieben werden könnte, die absolute Ausnahme ist.»

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