Es war dann doch noch eine kleine Zitterpartie – kurz vor Eröffnung des fünften Chriesifäschtes am Samstagnachmittag in Gipf-Oberfrick waren bedrohlich dunkle Wolken aufgezogen. Aber Petrus hatte ein Einsehen und sorgte bald für einen blank geputzten blauen Himmel.

So konnten sich die vielen Besucherinnen und Liebhaber der leckeren roten Knolle ganz dem Genuss hingeben.

Neben den Chriesi gab es auch Unterhaltung

Lebhaft das Treiben auf der Flaniermeile im Dorf, Geselligkeit überall. Kulinarisch blieben keine Wünsche offen, diverse Vereine sorgten für beste Unterhaltung. Die Kleinsten kurvten ausgelassen, teils tollkühn auf den bereitgestellten Fahrzeugen umher.

Alle, die es ein wenig ruhiger liebten, spielten Tischfussball oder begeben sich mit den Zugvögeln auf Tour über die Alpen bis in die Sahara. Rote Luftballons steuerten unbekannte Ziele an, nach Herzenslust durfte gebastelt werden.

Die Kerne mit Schwung in die Ferne

Ein Magnet nicht nur für die Kinder war das beliebte Chriesistei-Spucken. Auch gestandene Herren probierten sich ehrgeizig aus, katapultierten die Kerne mit Schwung in die Ferne. Angeboten wurden die Kirschen nicht nur frisch vom Baum, auch allerlei fantasievolle Produkte konnten erworben werden, zum Beispiel Chriesibälleli, Chriesiglace.

Wer etwas schüchtern war gegenüber der Begleiterin oder dem Begleiter kaufte sich einen Chriesikuss. In flüssiger Form gab es die Kirsche mit oder ohne Alkohol, getrocknet oder in der Wurst. Die IG Integration offerierte Pizzaköstlichkeiten, bei denen schon das Hinsehen Appetit machte.

Beste Unterhaltung boten die Kinder und Jugendlichen der Tanzschule Alegra, Sandra Lia mit dem kessen «Yoguing» sowie die Jugendmusik «Oberes Fricktal» und die Musikgesellschaft. Eine Augenweide waren die Vorführungen der Turnerinnen der Gerätegruppe synchron an den Stufenbarren. Die vielen Zuschauer applaudierten begeistert.

Gipf-Oberfrick ist bekannt als traditionelles «Chriesidorf». Forciert und gefördert wird der Anbau von Kirschbäumen vor allem an den Hängen seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Produkte wurden seitdem zu einer wichtigen Einnahmequelle. Erhalt und Neuanbau werden von der Gemeinde finanziell unterstützt.