Luftige Blusen, weite Röcke und kurze Shorts: Noch stehen die neuesten Sommertrends in den Schaufenstern der OVS-Filiale in der Rheinfelder Altstadt. Die Frage ist, wie lange noch.

Die Geschäftsfläche an der Marktgasse steht schon seit mehreren Wochen im Internet zur Vermietung ausgeschrieben. Dies, nachdem die ehemalige Charles-Vögele-Filiale erst Mitte Juli 2017 Eröffnung gefeiert hat. «Der Mietvertrag läuft Ende 2018 aus. Noch ist offen, ob der Laden bleibt oder nicht», sagt OVS-Sprecher Edwin van der Geest. Mehr möchte er zu diesem Thema nicht sagen.

Mitarbeitende im Ungewissen

Der «Blick» berichtete gestern von «grösseren Schwierigkeiten», in denen die italienische Modekette zurzeit stecken soll. So soll OVS bei den Vermietern mehrerer Standorte nach Mietzinsreduktionen gefragt und am Hauptsitz in Pfäffikon SZ 300 Mitarbeitende entlassen haben. Zudem soll mindestens eine Filiale im Kanton Freiburg Ende Monat geschlossen werden. Die Verunsicherung beim Personal sei gross.

Auch die Mitarbeitenden in Rheinfelden scheint die Geschäftsleitung in der Ungewissheit sitzen zu lassen. Gegenüber der AZ heisst es im Laden, dass man nicht mehr weiss als das, was in der Zeitung stehe.

Die Gewerkschaft Unia steht mit den Mitarbeitenden in Rheinfelden in Kontakt und will nun mit ihnen über das weitere Vorgehen entscheiden. «Die Situation ist nicht tragbar, löst grosse Unsicherheit aus und belastet die Mitarbeitenden stark», sagt Thomas Leuzinger, Bereichsleiter Politik und Kommunikation bei der Unia. Das Vorgehen der Geschäftsleitung sei nicht akzeptabel.

Gemäss Unia werden Mitarbeitende von OVS mit Unterstützung der Unia eine Petition an die Adresse der Geschäftsleitung einreichen. Darin fordern sie unter anderem, dass sie klar über die neuen Weisungen und die Strategie von OVS informiert werden.