Alle Einsprecher gegen die geplante Produktionsanlage der Firma H.C.Starck GmbH in badisch Laufenburg, konnten am Erörterungstermin ihre Anliegen vorbringen.

Die Anhörung fand unter der Leitung der Juristin Astrid Hahn vom Regierungspräsidium Freiburg statt. Dessen Pressesprecher Joachim Müller-Bremberger erklärte auf Anfrage, der Erörterungstermin habe in einer «sachlichen Atmosphäre» stattgefunden. Sowohl die Fragen der Einsprecher als auch die Antworten der antragsstellenden Firma seien sachlich vorgetragen worden. Dies bestätigt auch Nika Schudel, die für den Bewohnerverein des schweizerischen Laufenburgs vor Ort war. «Wir konnten unsere Anliegen und Bedenken vorbringen», so Schudel.

Starke Sicherheitsvorkehrungen

Die Ausführungen der H.C.Starck GmbH seien spannend und aufschlussreich gewesen, so Schudel. «Die Firma zeigte auf, dass viele Sicherheitsfaktoren in der Anlage eingebaut sind. Vieles ist zwei- und dreifach gesichert.» Ein Austreten der winzigen Kohlenstoffnanoröhrchen sei deshalb fast nicht möglich.

«Wir vom Bewohnerverein sind deshalb nach der Anhörung schon beruhigter als zuvor», hält sie fest. Letzte Zweifel blieben zwar, führte Schudel weiter aus, «schliesslich heisst es immer, dass solche Anlagen sicher sind und doch passiert immer wieder etwas.» Trotzdem wird der Bewohnerverein eine allfällige Bewilligung der Produktionsanlage kaum anfechten. «Immerhin haben wir jetzt die Zusicherung, dass starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.»

Entscheid in zwei Monaten

«Der Entscheid des Regierungspräsidiums dürfte bis in zwei Monaten fallen», erklärte Pressesprecher Müller-Bremberger. Danach hätten die Parteien einen Monat Zeit, den Entscheid vor dem Verwaltungsgericht Freiburg anzufechten. Allfällige zweite Instanz wäre der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. «Klage und Berufung hätten aufschiebende Wirkung, das heisst, die Genehmigung wäre damit erst einmal unwirksam», so Müller-Bremberger.

Zumindest aus Schweizer Sicht dürfte es jedoch gemäss Schudel nicht zum Weg durch die Instanzen kommen. Wie die Einsprecher in Deutschland die Lage beurteilten, könne sie allerdings nicht sagen.