Die kalten Temperaturen haben das Fricktal in den letzten Tagen im Griff. Wer arbeitet bei eisiger Kälte im Freien? Bauarbeiter kommen einem spontan in den Sinn. Gemeindearbeiter und Strassenräumer. Postboten und Velokuriere. Oft vergessen werden aber die Betreuerinnen und Betreuer von Kindertagesstätten.

«Genau wie im Sommer sind wir mit den Kindern täglich draussen», sagt etwa Stephanie Agbovi, Krippenleiterin der Villa Kunterbunt in Frick. Einzig die Verweildauer im Freien werde etwas eingeschränkt. «Die Kinder sollen die jahreszeitlichen Veränderungen wahrnehmen und draussen in der Natur und im Schnee spielen können», so Agbovi.

Winterfeste Kleidung

«Wenn es endlich mal Schnee hätte, würden wir gerne mit den Kindern schlitteln oder Schneemänner bauen», erklärt auch Gruppenleiterin Melanie Surer von der Kindertagesstätte Momo, die sowohl in Möhlin als auch in Rheinfelden ansässig ist. «Wir sind mit den Kindern täglich draussen, ausser wenn Wetterwarnungen bestehen oder es hagelt oder stürmt», so Surer weiter.

Auch die Kindertagesstätten Zottelbär (Rheinfelden) und Zauberstei (Stein) sind mit den Kindern oft an der frischen Luft. Und Salome Suhr, Gruppenleiterin im Chinderhuus Dino in Frick, pflichtet ebenfalls bei. Es gebe wenig Unterschiede zwischen Sommer und Winter. Die Spaziergänge seien etwas kürzer und: «Die Kinder sind im Winter einfach gut eingepackt», ergänzt die Gruppenleiterin, «die Eltern bringen zumeist warme Kleidung mit. Für den Notfall haben wir aber auch Ersatzsachen vorrätig.»

Immer in Bewegung

Der Notfall kommt jedoch laut Melanie Surer selten vor. «Die Eltern kleiden ihre Kinder sehr gut ein, es geht eigentlich höchstens mal ein Handschuh vergessen.» Und worauf achten die Kinderbetreuerinnen der Tagesstätten sonst noch? Haben sie Geheimtipps für Winterspaziergänge?

Im Chinderhuus Dino steht die Wind-Wetter-Creme hoch im Kurs. Mit ihr werden die Gesichter der Kinder eingecremt und geschützt. Und ansonsten gilt: «Wir schauen, dass die Kinder immer in Bewegung sind», so Stephanie Agbovi. Eine Aufgabe, der die Kinder meist sehr gerne nachkommen. Die Betreuerinnen müssten oft eher selber schauen, dass sie in Bewegung bleiben, so Melanie Surer schmunzelnd.