Wallbach
Wird das Industriegebiet in ein Wohngebiet umgewandelt?

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Freitag in Wallbach werden die Weichen für die künftige Entwicklung des Dorfes gestellt. Soll die Industriezone der Novoplast AG als neue Wohnzone ausgeschieden werden?

Walter Christen
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«Dieses ganze Gelände könnte in Wohngebiet umgezont werden»: CEO Roland Kaufmann auf dem Wallbacher Novoplast-Areal. – Foto: chr

«Dieses ganze Gelände könnte in Wohngebiet umgezont werden»: CEO Roland Kaufmann auf dem Wallbacher Novoplast-Areal. – Foto: chr

Bleibt die Novoplast AG in Wallbach oder kann sie in Sisseln einen Neubau errichten? Eine Vorentscheidung fällt am Freitag an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in Wallbach.

Denn unter anderem befinden die Stimmberechtigten über die Bauzonenplanänderung Novoplast mit Ergänzung der Bau- und Nutzungsordnung. Konkret geht es darum, ob das Novoplast-Areal künftig als Wohnzone zur Verfügung stehen soll.

Die Novoplast AG hat bereits alle gesetzlich vorgeschriebenen formalen und materiellen Voraussetzungen für die Zonenplanänderung und die Erschliessungsplanung erfüllt. Und unabhängig dazu hat der Gemeinderat Verkehrsstudien erstellt – insbesondere für die Rheinstrasse –, zusammen mit der Arbeitsgruppe Verkehr und einem Fachingenieur.

Als Ergebnis konnte der Kommunale Gesamtplan Verkehr erarbeitet werden, der mit dem Bericht der Metron AG zu den «Einwohnerkapazitäten und Bevölkerungsprognose» die Grundlagen zur Beurteilung der Auswirkungen der Zonenplanänderung Novoplast bildet.

Demnach dürfte sich das Potenzial von zukünftigen neuen Einwohnern auf dem Novoplast-Areal in der Bandbreite von rund 150 bis etwa 184 Personen bewegen.

Auf dem zirka 4 Hektaren grossen Gelände wäre es möglich, 21 Einfamilienhausparzellen unterschiedlicher Grösse auszuscheiden sowie 12 Trideck-Häuser mit maximal je 3 Wohnungen zu bauen, was insgesamt 57 Wohneinheiten entspricht.

Der Gemeinderat sieht das «Projekt als Chance für die Novoplast und die Gemeinde Wallbach».

Die Vorteile würden überwiegen, wenn das Areal künftig als Wohnzone und nicht mehr als Industriegebiet genutzt werden könnte: «Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können nun aufgrund der vorliegenden, umfangreichen Fakten Pro und Kontra abwägen und entscheiden, auf welche Weise das Novoplast-Areal in Zukunft aus raumplanerischer Sicht weiterentwickelt werden soll.»

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung (Mehrzweckhalle Sandgrube, 19 Uhr), geht es um weitere Teiländerungen des Bauzonenplans.

So sollen Teile der Liegenschaft Birkenhof von der Landwirtschafts- in die Wohnzone W2 umgeteilt werden. Die Kläranlage mit Betriebsgebäude wird nicht mehr benötigt, weil die Abwässer in die ARA Möhlintal geleitet werden. Daher soll das Areal von der Industriezone in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen übernommen werden.

Schliesslich geht es noch um die Änderung der Gemeindeordnung bezüglich der separaten Wahl des Gemeinde- und des Vizeammanns.

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