Möhlin
Wohnungen und Ateliers in der denkmalgeschützten Schuhfabrik geplant

Die Hallen der ehemaligen Schuhfabrik Bata in Möhlin sind denkmalgeschützt. Das schreckt die Bata Park AG allerdings nicht, darin Wohnungen und Ateliers zu erstellen - und dafür einige Millionen zu investieren.

Susanne Hörth
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In Halle 1 (Foto) wird es 27 Wohnungen sowie acht Ateliers geben. Die 23 Wohnungen in Halle 2 sind voraussichtlich Ende 2016 bezugsbereit. (Archiv)

In Halle 1 (Foto) wird es 27 Wohnungen sowie acht Ateliers geben. Die 23 Wohnungen in Halle 2 sind voraussichtlich Ende 2016 bezugsbereit. (Archiv)

Walter Christen

Wo einst Schuhe gefertigt wurden, kann in eineinhalb bis zwei Jahren gewohnt und gelebt werden. In den beiden denkmalgeschützten Hallen der ehemaligen Schuhfabrik Bata in Möhlin entstehen insgesamt 50 Wohnungen sowie acht Ateliers. Die Baukosten bewegen sich im zweistelligen Millionenbereich.

Für die Verantwortlichen der Bata-Park AG – ihnen gehören die Hallen und sie treten auch als Bauherren auf – ist das Realisieren von Wohnraum in bestehenden, denkmalgeschützten Gebäuden auch eine neue Erfahrung, bestätigt Reto Kuoni, Bereichsleiter Immobilien. «Sonst arbeiten Bauherrschaft und Architekt zusammen, bei den Bata-Hallen war als dritte Partei auch der Denkmalschutz vertreten.» Letzterer habe auch für interessante, neue Blickwinkel gesorgt.

Viele Vorgaben

Alt und neu zusammenzubringen, dabei allen Ansprüchen gerecht zu werden, ist anspruchsvoll. Die Wohnungen sollen in Sachen Wohnkomfort und Technik dem Anspruch der künftigen Mieterschaft standhalten, den Sicherheitsvorgaben der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) gerecht werden und gleichzeitig auch die denkmalpflegerischen Aspekte erfüllen. In der Summe aller Vorgaben eine Herausforderung für Bauherrschaft und Architekt (Architekturbüro Bäumlin + John AG).

Ein solches Bauvorhaben braucht in der Regel etwas mehr Zeit als ein konventioneller Umbau, das bestätigt auch Reto Kuoni. Er freut sich aber, dass man sich in den verschiedenen Bereichen immer einigen konnte.

So bleibt beispielsweise das bestehende Haupttreppenhaus im Halleninnern erhalten. Weil das aber den Brandschutzbestimmungen nicht genügt, wird nun links und rechts an den Hallenaussenwänden je ein Nottreppenhaus errichtet. Ansonsten werden die Aussenhüllen – rohe Backsteinfassaden – in ihrem Ursprung belassen. Hier ist lediglich eine sanfte Sanierung angedacht.

Loftähnliche Wohnungen

In den beiden Hallen wird bereits gearbeitet. Noch sind aber keine Wohnungen erkennbar. «Zurzeit werden vor allem noch Abbrucharbeiten und Vorbereitungsarbeiten erledigt», so Reto Kuoni. Dazu gehören unter anderem die Entfernung der alten Elektrotechnik oder das Entfernen der bisherigen Farben. Zudem werden die Hallen entsprechend den heutigen Anforderungen der Erdbebensicherheit angepasst.

Mit der Vermarktung der Wohnungen sowie der Ateliers wird erst im nächsten Jahr begonnen, erklärt Kuoni. Alle Wohneinheiten sind Mietobjekte. Die künftige Mieterschaft erwartet in den 3,80 Meter hohen Räumen der Charme eines Loft. Viel Beton, viel Metall und noch mehr Fenster werden diesen Eindruck unterstützen.

Noch nicht ganz definiert ist der Erstbezug der Wohnungen. Ziel sei, so Reto Kuoni, dass die Halle 2 mit ihren
27 Wohnungen Ende 2016 bezogen werden können. Halle 1 mit den 23 Wohnungen sowie die acht Ateliers werden rund ein halbes Jahr später fertiggestellt.

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