Zeiningen
41 Parkplätze gegen das wilde Parkieren: So soll die Sanierung des Fussballplatzes im zweiten Anlauf gelingen

Der Gemeinderat informierte an einer Veranstaltung über das Projekt. Die Kosten zur Anlage der Parkplätze werden mit 705'000 Franken kalkuliert. Bei einer Zustimmung auf der Gemeindeversammlung könnten die Parkplätze bis Mai 2023 realisiert sowie der neue Sportplatz im Herbst 2023 bespielbar sein.

Horatio Gollin
Drucken
30 Interessierte waren zur Infoveranstaltung zur Sanierung des Fussballplatzes samt Parkplatzplanung erschienen.

30 Interessierte waren zur Infoveranstaltung zur Sanierung des Fussballplatzes samt Parkplatzplanung erschienen.

Horatio Gollin/Aargauer Zeitung

Mit einer neuen Planungsvariante begegnen die Gemeindeverwaltung und der Fussballclub der Parkplatzproblematik bei der Sanierung des Fussballplatzes Zeiningen. 41 Parkplätze sollen hauptsächlich auf einem gemeindeeigenen Grundstück entstehen. Für den Erwerb eines benötigten Teilstücks liegt die Zusage des Eigentümers vor.

Im Sommer 2018 war die Sanierung des Fussballplatzes mit Erstellung von Parkplätzen zurückgewiesen worden. Für den Fussballplatz ist die Gemeinde verantwortlich. Neben den finanziellen Auswirkungen der Investitionen spielte bei der Rückweisung an den Gemeinderat auch die Problematik, nicht ausreichend Parkplätze schaffen zu können, eine Rolle.

Grundstückseigentümer waren nicht zum Verkauf oder nur zur Verpachtung bereit. Auf der Infoveranstaltung zur Sanierung des Sportplatzes stellte der Gemeinderat eine neue, mit dem Fussballclub Zeiningen (FCZ) entwickelte Variante vor. Rund 30 Interessierte waren zur Infoveranstaltung in die Turnhalle Brugglismatt gekommen.

Niveauunterschied von 60 ­Zentimetern

Das Hauptfeld und das Juniorenfeld sind uneben. Die Platzneigung muss angepasst werden. Gemeinderat Ralf Wunderlin führte aus, dass ein Niveauunterschied von 60 Zentimetern überwunden werden muss. Eine Umzäunung südseitig zum Möhlinbach muss angepasst und zwischen den Feldern ein Ballfang errichtet werden.

Ebenfalls soll die Beleuchtung der Spielfelder auf LED umgestellt werden. Der Rasen soll mittels Ansaat erstellt werden. Um Synergien zu nutzen, sollen die Spielfelder gleichzeitig und nicht in Etappen saniert werden. Die Kosten belaufen sich auf 1,52 Millionen Franken, wovon der FCZ 80'000 Franken trägt und 200'000 Franken über den Swisslos-Sportfonds finanziert werden. Auf die Gemeinde entfallen 1,24 Mio. Franken. Gemeindepräsidentin Gisela Taufer sagte:

«Das Parkplatzproblem ist ein langes Thema.»

Besonders das wilde Parken im Umfeld soll in den Griff bekommen werden. Sie erklärte, dass 41 Parkplätze hauptsächlich auf einem gemeindeeigenen Grundstück hergestellt werden sollen. Nur ein Teilstück im Bereich des ehemaligen Fischzuchtkanals muss erworben werden.

Da im Bereich der Grundwasserschutzzone gelegen, müssen Parkplätze und Zufahrtsstrasse mit einem dicken Belag versehen werden. Eine Teilfläche muss der Zone für öffentliche Bauten zugewiesen werden, weshalb bei Zustimmung der Gemeindeversammlung eine Teiländerung des Nutzungsplans ausgearbeitet werden muss. Die Kosten zur Anlage der Parkplätze betragen 705'000 Franken.

Neuer Sportplatz könnte bis Herbst 2023 bespielbar sein

Gemeinderat Fredy Studer erklärte, dass die Investition auch ohne Erhöhung des Steuerfusses finanzierbar sei. Es kam die Frage nach möglichen Auflagen bezüglich eines zweiten, parallel zum Fischzuchtkanal verlaufenden Kanals auf, die nicht abschliessend beantwortet werden konnte, sowie Auflagen bezüglich einer Bachoffenlegung.

Taufer meinte, dass hier eventuell zwei Parkplätze wegfallen könnten. Bei einer Zustimmung auf der Gemeindeversammlung könnte die Ausführungsplanung bis September 2022 erstellt und die Parkplätze bis Mai 2023 realisiert sowie der neue Sportplatz im Herbst 2023 bespielbar sein.

Aktuelle Nachrichten