Abstimmung
Deutliches Ja in Baden zur Ehe für alle

Einmal Ja, einmal Nein: So hat Baden bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Baden: 78.1 Prozent Ja zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Baden: 78.1 Prozent Ja zur Ehe für alle

(chm)

Baden hat mit einem der grössten Ja-Anteile der Schweiz die Vorlage Ehe für alle befürwortet. 78.1 Prozent der Abstimmenden sagten Ja. Das ist Rang 9 in der Schweiz. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 64.1 Prozent Ja. Deutlich tiefer war die Zustimmung im Kanton Aargau, nämlich 64 Prozent.

Auch zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Baden 2005 bereits Ja gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 73.4 Prozent Ja. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde befürwortet (72.7 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Baden gehört in die grosse Gruppe der städtisch geprägten Gemeinden, welche die Vorlage Ehe für alle angenommen haben. Rund 98 Prozent dieser Gemeinden befürworteten die Vorlage. Die Bevölkerung in diesen Gemeinden befürwortete die Vorlage mit 57 Prozent.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Die Gemeinde Baden stimmte somit deutlich stärker zu als ihre Sprachregion.

Mehrheit gegen 99-Prozent-Initiative

Zur 99-Prozent-Initiative hat es in Baden ein Nein gegeben. Mit 40.8 Prozent Ja-Anteil wiesen die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde aber noch einen der grössten Ja-Stimmenanteile im Kanton Aargau auf (Rang 4). Im Kanton Aargau lautete das Resultat zur 99-Prozent-Initiative 70.1 Prozent Nein. Zur Erinnerung: In der Schweiz lautete das Resultat 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (68 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (55.5 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 69.5 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Baden zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Stadt und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in den Städten.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein.

Mit 61.1 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Baden deutlich höher als im Kanton Aargau (52.9 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

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