Im Litzibuch wird bald zwischen den Bäumen getanzt

Nach dem Ende von Openeye und Zamba Loca erhält das Freiamt ein neues Open Air: das «Bass & Baum».

Timea Hunkeler
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Die Schule in Rudolfstetten-Friedlisberg wird mit Tablets ausgerüstet. Hauptschulleiterin Gabriela Keller-Wyss (links) und Franziska Zwimpfer, Schulleitung Kindergarten.

Die Schule in Rudolfstetten-Friedlisberg wird mit Tablets ausgerüstet. Hauptschulleiterin Gabriela Keller-Wyss (links) und Franziska Zwimpfer, Schulleitung Kindergarten.

Bild: zvg

Es ist eine ungewöhnliche Zeit, um für ein neues Open Air zu werben. Doch wer würde sich im Moment nicht freuen, endlich wieder inmitten der Natur zu tanzen, beim Yoga-Workshop die Seele baumeln zu lassen oder im Holzschnitt-Kurs kreativ zu sein? Auf all das sollen sich die Leute, die im Moment daheim bleiben müssen, jetzt freuen können. «Bass & Baum» heisst das neue Open Air, das vom 28. bis 30. August auf dem Hof Litzibuch in Oberwil-Lieli geplant ist.

Die Organisation übernehmen 20 junge Leute – das jüngste Mitglied ist 16, das älteste 23 Jahre alt. Kennengelernt haben sie sich während der Schulzeit an der Kanti Wohlen, im Kuzeb in Bremgarten und an lokalen Festivals wie Openeye und Zamba Loca. Letztere wurden im Sommer 2019 zum letzten Mal ausgetragen, die Freiämter Festival-Ära schien beendet. «Wir fanden das sehr schade. Deshalb wollten wir selber etwas auf die Beine stellen», sagt OK-Mitglied Ivo Bosshard.

Das Festival findet auf Waldlichtung statt

Das noch unerfahrene Team erhält Unterstützung von den Machern des Openeye. «Sie helfen uns auch finanziell, beim Zeltaufbau oder bei der Kalkulation des Budgets», so Bosshard. Das «Bass & Baum»-Festival soll keine Kopie, sondern eine Hommage ans Openeye werden. «Es wird über zehn Bands, zahlreiche Workshops, Verkaufsstände und einen Poetry Slam geben.» Bosshard erzählt weiter: «Uns war es wichtig, einen Ort im Freiamt zu finden, der gut erreichbar ist». Der Hof Litzibuch erfülle alle Ansprüche und die Kinder der Familie engagieren sich im OK. Ein Teil des Festivalgeländes wird auf einer Waldlichtung aufgebaut. OK-Mitglied Alec Nikolov freut sich: «Dieser Ort ist eine Oase im Wald, einfach gut fürs Gemüt.»

Musikalisch wollen die Organisatoren Abwechslung bieten: Neben Bands wie Marama Tribe (Percussion & Dudelsack) und Hermanos Perdidos (Cumbia) wird es Jam-Sessions und nach Mitternacht elektronische Musik geben. «So ist für jeden etwas dabei», sagt OK-Mitglied Jana Holland. Gönner und Sponsoren werden noch gesucht, ebenso wie Stromer und Freiwillige für den Auf- und Abbau.

«Wir freuen uns am meisten auf den Aufbau und den Moment, wenn die ersten Besucher kommen und das Ergebnis sehen», sagt Ivo Bosshard. Sie rechnen mit 500 bis 700 Besuchern. Einzig die aktuelle Situation bereite ihnen etwas Sorge. «Wir hoffen natürlich, dass bis im August Menschenversammlungen wieder möglich sind.»

Hinweis Tickets und weitere Informationen zum neuen Festival «Bass & Baum» gibt es auf www.bassundbaum.ch.