337 Millionen Franken für die Fachhochschule

Der Beitrag des Aargaus für die kommenden vier Jahre steigt leicht.

Andrea Marti
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Bildung Die Fachhochschule

Nordwestschweiz (FHNW) wird regelmässig vom Kanton Aargau im Rahmen eines Leistungsauftrags finanziell unterstützt. Nun steht eine neue Finanzierungsrunde an. Diese wird höher ausfallen als die vergangene: Rund 337 Millionen Franken zahlt der Aargau an die FHNW, dies entspricht jährlich 4 Millionen mehr als zuvor. Dies hat vor allem zwei Gründe: So muss der Beitrag des Kantons nun für vier Jahre reichen statt wie bisher für drei. Der Finanzierungszyklus wird somit um ein Jahr verlängert. Diese Neuerung soll, so die Erziehungsdirektoren der beteiligten Kantone Aargau, Solothurn, Basel-Land und Basel- Stadt «der Langfristigkeit von Hochschulentwicklungen Rechnung» tragen.

Weiter erhöht wird der Beitrag ausserdem durch die steigenden Studierendenzahlen der FHNW. Diese haben seit 2012 um rund ein Drittel zugenommen und kamen im laufenden Studienjahr bei rund 12000 zu liegen.

Von diesen 12 000 entfallen 3444 Studierende auf den Aargau, so viel wie auf sonst keinen Kanton.

Gleichstellungsziele sind noch nicht erreicht

Die Ziele der letzten drei Jahre hat die FHNW grossmehrheitlich erreicht. Einzig das Ziel der Geschlechtergleichstellung auf Führungsebene wurde noch verfehlt: Dort liegt der Frauenanteil erst bei 22 beziehungsweise 26 Prozent. Diese Zahlen konnten in den vergangenen zwei Jahren nur marginal verbessert werden. Die Fachhochschule sei jedoch daran, zahlreiche Gleichstellungs- und Diversitätsprojekte umsetzen, schreibt die FHNW. Allerdings bräuchten Veränderungen in diesem Bereich Zeit.

Viele Anmeldungen für Campus in Muttenz

Zufrieden ist die FHNW hingegen mit ihren Studierendenzahlen, die in der nun endenden Periode etwa konstant geblieben sind. Grössere Schwankungen löste nur die Eröffnung des neuen FHNW-Campus in Muttenz aus: Dort erhöhte sich die Zahl der Neueintritte um rund 100 Studentinnen und Studenten. Dies entspricht einer Steigerung von acht Prozent

Während der nächsten vier Jahre will sich die FHNW verstärkt auf die Digitalisierung des Hochschulangebots konzentrieren. Dies geschieht im Rahmen der Entwicklungsstrategie «Hochschullehre 2025». Dazu gehören beispielsweise Projekte wie «Plattform Lehre», welches mittels Workshops die digitalen Fertigkeiten der Dozierenden verbessern soll. Ebenfalls zum Programm gehören Angebote wie das Fach «Data Science».

Neben der Digitalisierung setzt sich die Fachhochschule Nordwestschweiz auch einen leichten, aber konstanten Zuwachs an Studierenden zum Ziel. Dieser soll die Position der FHNW gegenüber benachbarten Fachhochschulen wie beispielsweise der Fachhochschule Bern stärken.

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