Geschäftsbericht

43'000 Fälle bei den Aargauer Gerichten: Die Hauptlast tragen die Bezirksgerichte

Am meisten Fälle bearbeiten die Bezirksgerichte. Bild: Bezirksgericht Aarau

Am meisten Fälle bearbeiten die Bezirksgerichte. Bild: Bezirksgericht Aarau

Damit bleiben die Falleingänge im Vergleich zum letzen Jahr praktisch gleich. Am meisten Fälle gab es nach wie vor im Familienrecht.

Bei den Aargauer Gerichten gingen im letzten Jahr rund 43'000 Fälle ein. Das zeigt der Geschäftsbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine geringe Zunahme der Fälle um 0,5 Prozent. Zudem wurden knapp 5100 neue Vorsorgeaufträge oder Patientenverfügungen bei den Gerichten hinterlegt und über 2000 Verfahren bei den Schlichtungsbehörden für Miete und Pacht eröffnet. 

Die Hauptlast der Fälle liegt nach wie vor bei den elf Bezirksgerichten im Kanton. Bei ihnen gingen im vergangenen Jahr insgesamt über 36'200 neue Fälle ein. Bei rund 19'000 Fällen, also mehr als der Hälfte, handelte es sich um Verfahren im Familienrecht (inklusive Kindes- und Erwachsenenschutz). In diesem Bereich stagnierten die Fälle auf dem hohen Niveau der Vorjahre 2013‒2018. Eine leichte Zunahme der Falleingänge gab es beim Zwangsmassnahmengericht. Einen Rückgang hatten hingegen das Obergericht, das Spezialverwaltungsgericht sowie das Konkursamt zu verzeichnen.

Höhere Ausgaben als Einnahmen

Die Ausgaben der Gerichte im Kanton Aargau lagen im Jahr 2019 bei 83.4 Millionen Franken, die Einnahmen bei 28,7 Millionen Franken (Saldo 54,7 Millionen Franken). Die Aargauer Gerichte finanzierten sich damit zu 34,4 Prozent selber. Im Vorjahr waren es 32,6 Prozent.

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