Freiwilligenarbeit

Aarauer Verein «Prozessor» gewinnt den Sozialpreis 2020

Die Vorstandsmitglieder von "Prozessor" Max Hufschmid, Michelle Benz, Fabian Trost und Silvio Borter nahmen den Preis entgegen.

Die Vorstandsmitglieder von «Prozessor» Max Hufschmid, Michelle Benz, Fabian Trost und Silvio Borter nahmen den Preis entgegen.

Die Vorstandsmitglieder von "Prozessor" Max Hufschmid, Michelle Benz, Fabian Trost und Silvio Borter nahmen den Preis entgegen.

Der Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen und Benevol Aargau ehrt freiwilliges Engagement im sozialen Bereich. Er wurde den Verantwortlichen von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati in der Römisch-Katholischen Kirche in Aarau verliehen.

Vor rund einem Jahr öffnete die Aarauer Kreativwerkstatt «Prozessor» ihre Türen. Der Verein gründete an der Erlinsbacherstrasse in Aarau einen Ort, wo kreative Köpfe an ihren Projekten arbeiten können. Für einen Beitrag von 30 Franken am Tag oder 400 Franken im Jahr bietet «Prozessor» Zugang zu Werkzeugen, einem Musikstudio, einem Fotoatelier samt Dunkelkammer oder etwa zu Geräten wie 3-D-Drucker oder Nähmaschinen und vieles mehr.

Die Initianten stiessen mit ihrer Idee auf grosse Nachfrage und trafen mit ihrem Nachhaltigkeitsgedanken den Nerv der Zeit. Dieses Engagement wurde nun geehrt: Am Dienstagabend gewann «Prozessor» den Sozialpreis der Aargauer Landeskirchen und Benevol Aargau. Der mit 8000 Franken dotierte erste Preis wurde den Verantwortlichen von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati in der Römisch-Katholischen Kirche in Aarau verliehen. Der Preis würdigt hohes freiwilliges Engagement im sozialen Bereich. Insgesamt waren 26 Projekte im Rennen.

Das Preisgeld wird in den Ausbau investiert

«Der Verein Prozessor fördert Experimentierfreudigkeit und der Gedanke des Upcyclings. In den Räumlichkeiten ist zudem ein Treffpunkt entstanden, bei dem sich Menschen über Generationen und Kulturen hinweg begegnen», kommentieren die Preisverleiher den Sieg.

Die Freude der Macher über den ersten Preis ist riesig: «Damit haben wir nicht gerechnet», sagt Fabian Trost, Mitgründer und Vorstandsmitglied von «Prozessor». «Der Preis bedeutet Anerkennung und Wertschätzung für die tausenden von Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die der Vorstand des Vereins und die zahlreichen Helfenden in den letzten zweieinhalb Jahren in dieses Projekt investiert haben», sagt Trost weiter. Das Preisgeld werde der Verein nun für den Ausbau des Angebots investieren: «Wir haben aufgrund der vielen Wünsche unserer Besuchenden bereits einige Ideen, was nächstens zusätzlich im Prozessor stehen könnte.»

Auch andere soziale Projekte wurden geehrt

Den zweiten Preis von 5000 Franken gewann Caritas Aargau mit dem Projekt «Voll underschti.» Sie bieten speziell für Jugendliche und junge Erwachsene Stadtrundgänge zum Thema Armut an. Ein Rundgang der zum Nachdenken anregt. Der dritte Platz mit 3000 Franken ging an «Kiz Kinderzeit» aus Rombach. Sie schenken Kindern und Jugendlichen, die in Asylunterkünften leben, Zeit und bieten Ausflüge, Begegnungen und Erlebnisse in der Natur. Zwei Projekte erhielten einen sogenannten Anerkennungspreis von je 1000 Franken. Darunter fiel der Verein «Carton du Coeur», Lebensmittelhilfe Aargau und das Jugendrotkreuz mit dem Projekt «Nachhilfe für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien».

Trotz strenger Covid-19 Massnahmen nahmen rund 50 Personen an der feierlichen Preisübergabe in der Römisch-Katholischen Kirche Aarau teil. Auf den Apéro musste verzichtet werden.

Der Sozialpreis 2020 ist eine Auszeichnung der Aargauer Landeskirchen und Benevol Aargau für die Wertschätzung der Freiwilligenarbeit im Kanton Aargau. Die Bewerbungen wurden im Frühjahr eingereicht. Eine ausgewählte Jury aus Kirche, Politik und Wirtschaft hat sich mit den Projekten auseinandergesetzt. Erstmals wurde auch die Öffentlichkeit aufgerufen via OnlineVoting mitzubestimmen, wer die Preisgelder gewinnen soll. Rund 3200 Stimmen sind online eingegangen.

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