Grosser Rat

Aargau beschafft Brandschutzbekleidungen für Feuerwehren zentral

Die Gebäudeversicherung soll Brandschutzkleider künftig zentral beschaffen.

Die Gebäudeversicherung soll Brandschutzkleider künftig zentral beschaffen.

Im Kanton Aargau soll die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) künftig die Brandschutzbekleidungen für die Feuerwehrleute kaufen und an die Gemeinden vermieten. Das hat der Grosse Rat am Dienstag bei der Revision des Feuerwehr- und Gebäudeversicherungsgesetzes einstimmig beschlossen.

Das letzte Wort in dieser Frage ist jedoch noch nicht gesprochen. Mit Blick auf die zweite Beratung der beiden Gesetze muss der Regierungsrat weitere Abklärungen zur zentralen Beschaffung vorlegen. Ohne Einsparungen werde man das Vorhaben begraben, sagte Urs Graf, CEO der staatseigenen AGV, vor dem Grossen Rat.

Im Mietpreis eingeschlossen wird auch der Ersatz oder die Reparatur einer defekten Brandschutzbekleidung sein. Die bis anhin für die Bekleidung geleisteten Subventionen sollen im Gegenzug wegfallen. Gemeinden, die sich nicht an dieser zentralen Lösung beteiligen, erhalten nach einer Übergangsphase keine Kleidersubventionen mehr.

Im Gesetz wird zudem die bestehende Praxis verankert, wonach die AGV sämtliche Ausbildungen nach dem Konzept der Feuerwehrkoordination Schweiz durchführt und finanziert. Die Gemeinden bleiben verpflichtet, die ihren Verhältnissen entsprechende Organisation der Feuerwehr und die nötigen Lösch- und Rettungseinrichtungen auf ihre Kosten zu schaffen.

Es gehe weder um Sparmassnahmen noch um eine Neu- oder Umorganisation der Feuerwehren, hielt der Regierungsrat in seine Botschaft fest. Am Milizsystem werde festgehalten.

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