Ausstieg

Aargau verlässt Netzwerk für Innovationsförderung – Kanton spart viel Geld

Künftig soll das Hightech-Zentrum in Brugg eine wichtige Rolle beim Anstosseninnovativer Vorhaben spielen.

Künftig soll das Hightech-Zentrum in Brugg eine wichtige Rolle beim Anstosseninnovativer Vorhaben spielen.

Vor zwei Jahren trat der Aargau dem Netzwerk bei, nun ist schon wieder Schluss: Der Kanton verlässt die gemeinsame Projektgruppe einiger Kantone für Innovationsförderung, um damit eine Viertelmillion Franken zu sparen. Drei Kantone machen weiter.

Nach zwei Jahren ist bereits wieder Schluss: Der Kanton Aargau tritt auf Ende Jahr aus dem gemeinsamen Projekt Nordwestschweizer Kanton zur Förderung von Innovationen aus. Zusammen mit Baselland, Basel-Stadt und Jura betrieb der Aargau den Verein «innovation networks switzerland (i-net)».

Ziel des im Frühjahr 2012 gestarteten Projekts: Unternehmen und Forscher bei innovativen Vorhaben und der Entwicklung neuer Technologien unterstützen, etwa im Bereich der Medizin-, Nano-, Informations- und Kommunikationstechnologie.

Ausstieg als Sparmassnahme

Der Kanton begründet den Ausstieg einerseits mit Doppelspurigkeiten zwischen i-net und dem Hightech-Zentrum Aargau in Brugg. «Beide sprechen die gleichen Unternehmen im Aargau mit ähnlichen Themen an», sagt Samuel Helbling, Mediensprecher des kantonalen Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI).

Der Hauptgrund ist allerdings ein anderer: Der Ausstieg ist eine Sparmassnahme. Jährlich kostet das Projekt rund 1,6 Millionen Franken, wovon Bund und beteiligte Kantone je die Hälfte übernehmen. Der Aargau bezahlt pro Jahr 236 000 Franken. Die finanziellen Mittel will der Kanton Aargau künftig für den Aufbau des Hightech-Zentrums und den Park Innovaare beim Paul-Scherrer-Institut (PSI) einsetzen.

Bedauern über den Entscheid

Beim Verein i-net zeigt man sich enttäuscht über den Entschluss: Der Kanton Aargau entscheide sich offensichtlich für einen Alleingang bei der Innovationsförderung, sagt i-net-Pressesprecher Thomas Brenzikofer. «Das ist bedauerlich.» Die Innovationsförderung werde unverändert von den drei verbleibenden Kantonen weitergeführt. Mit der bisherigen Bilanz des Vereins zeigt sich Brenzikofer zufrieden: Das Netzwerk besteht inzwischen aus 5500 Personen, der Verein war 2013 zudem in 16 Gründungen oder Neuausrichtungen von Unternehmen involviert und organisierte über 50 Veranstaltungen.

Beim Kanton heisst es, der Ausstieg erfolge nicht aus Enttäuschung über ausbleibende Resultate. Weil sich i-net in der Aufbauphase befinde, könne heute noch keine abschliessende Bilanz gezogen werden, sagt Helbling. «Ohne die finanziellen Restriktionen wäre die Zusammenarbeit im heutigen Zeitpunkt nicht beendet worden.»

Meistgesehen

Artboard 1