Novartis

Aargauer Regierung: Kritik an Jobverlagerung in Billiglohn-Länder

Das Werk in Stein AG ist der grösste Pharma-Produktionsstandort von Novartis. Nun gehen Hunderte Stellen verloren. (Archiv)

Das Werk in Stein AG ist der grösste Pharma-Produktionsstandort von Novartis. Nun gehen Hunderte Stellen verloren. (Archiv)

Der Aargauer Regierungsrat gibt sich enttäuscht über den massiven Stellenabbau von Novartis. Er verlangt, dass die Verlagerung der Produktionskapazitäten von Stein ins Ausland nochmals überdacht wird. Die Verlagerung der Arbeitsplätze in Billiglohn-Länder wird kritisiert.

Das Ziel müsse sein, angesichts der modernen Infrastruktur vor Ort möglichst viele Arbeitsplätze in Stein im Fricktal erhalten zu können, teilte der Regierungsrat am Dienstag mit.

Erst vor wenigen Jahren habe Novartis rund eine halbe Milliarde Franken in den Produktionsstandort Stein investiert und gegenüber dem Regierungsrat stets die zentrale Bedeutung dieses weltweit modernsten Produktionswerks für Novartis betont.

Strategiewechsel "schwer nachvollziehbar"

"Der plötzliche Strategiewechsel mit der Verlagerung von Hunderten von Arbeitsplätzen in Billiglohn-Länder ist für den Regierungsrat schwer nachvollziehbar", wird Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann (SP) in der Medienmitteilung zitiert.

Ende August hatte der Regierungsrat den angekündigten Aufbau einer Produktionsanlage für Zell- und Gentherapien für 90 Millionen Franken und die Schaffung von bis zu 450 neuen Stellen in Stein als klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz gewertet. Umso grösser ist gemäss Regierungsrat nun die Enttäuschung über die Abbaupläne.

Man nehme zur Kenntnis, dass der Konzern seine soziale Verantwortung als Arbeitgeber wahrnehmen wolle. Ziel müsse es sein, möglichst viele der heutigen Arbeitnehmenden so weiterzubilden, damit sie weiterhin in der in Stein neu zu erstellenden Produktionsanlage für Zell- und Gentherapien beschäftigt werden könnten.

Für die übrigen Mitarbeitenden seien im Rahmen des Sozialplans grosszügige Lösungen zu treffen, damit Arbeitslosigkeit vermieden werden könne.

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