Hochwasserschutz

Aargauer Regierung will in Zofingen 13 Millionen zum Schutz vor der Wigger investieren

Mit rund 13 Millionen Franken teuren Hochwasserschutzmassnahmen sollen die Industriegebiete von Zofingen und Strengelbach künftig besser gegen Hochwasser geschützt werden.

Das Projekt, das die Aargauer Regierung dem Grossen Rat vorlegt, steht nur am Rande im Zusammenhang mit dem Hochwasser vom 8. Juli im Raum Zofingen.

Bei diesem letzten Unwetter führten vor allem die zu geringen Abflusskapazitäten beim Dorf- und Stadtbach zu grösseren Überschwemmungen in Zofingen. Beim vorliegenden Projekt geht es um Massnahmen entlang der Wigger.

Auch dieser Fluss hatte in der Region 2005 und 2007 nach Unwettern für Überschwemmungen gesorgt. Dabei zeigte sich, dass die Abflusskapazität der Wigger zu gering ist. Bei einem weiteren Wigger-Hochwasser wären 180 Gebäude auf einer Fläche von dreissig Hektaren stark gefährdet.

Ziel des 13-Millionen-Franken-Projekts ist der Schutz der Gebiete entlang der Wigger in Zofingen und Strengelbach gegen ein Hochwasser-Ereignis, das theoretisch nur alle hundert Jahre vorkommt. Das Projekt sieht eine Kombination von Ufererhöhungen und Sohlenabsenkungen vor.

Durch die Verbreiterung des Gewässerraums soll der Fluss abschnittsweise wieder die Möglichkeit erhalten, seinen Lauf und die Ufer selbst zu gestalten. Dies führt auch zu einer verbesserten Struktur- und Strömungsvielfalt mit neuen Lebensräumen für Fische und andere Wasserlebewesen, wie es in der am Freitag veröffentlichten Botschaft der Regierung heisst.

Die Regierung geht davon aus, dass der Grosse Rat den Kredit noch diesen Herbst spricht und dass die Projektauflage ab November durchgeführt werden kann. Mit den drei Jahre dauernden Bauarbeiten soll im dritten Quartal 2019 begonnen werden.

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