Kirche

Aargauer Römisch-Katholische bauen aus: 2,65 Millionen für grösseres Kompetenzzentrum

Für 2,65 Millionen Franken baut die katholische Landeskirche in Aarau ein grösseres Kompetenzzentrum. Im Bild: Das Kloster Fahr. (Archiv)

Die Römisch-Katholische Kirche Synode hat die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes der Aargauer Landeskirche in Aarau beschlossen. Thema der Synode war auch ein Fussmarsch nach Rom.

Die Dienste der katholischen Landeskirche Aargau sind bisher an verschiedenen Orten im Kanton untergebracht. Nun sollen durch einen Zusammenzug an die Feerstrasse in Aarau Synergien genutzt und die Ressourcen gebündelt werden. Dies erfordert allerdings, dass die bestehende Liegenschaft ausgebaut wird. Das Gesamtprojekt für dieses kirchliche Kompetenzzentrum kostet 2,65 Millionen Franken. Das neue Gebäude schafft zusätzlich Platz für zwei Fachstellen.

Die Synode der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau hiess den entsprechenden Kreditantrag des Kirchenrates nach intensiver Diskussion deutlich gut.

Anlässlich der Synode enthüllte Kirchenratspräsident Luc Humbel den neuen Online-Auftritt. «Mit www.kathaargau.ch setzen wir neue Zeichen», sagte Humbel. Die neue Informationsplattform soll nicht nur ein Portal für die 220 000 Katholikinnen und Katholiken im Aargau sein, sondern alle Interessierten ansprechen.

Überschuss von 113'000 Franken

Die von der neu gewählten Präsidentin Linda Gaeta, Rheinfelden, geleitete Kirchensynode konnte von einem erfreulichen Rechnungsabschluss Kenntnis nehmen. Es resultierte ein Überschuss von 113'000 Franken. Davon werden 100'000 Franken über eine Einlage in den Ökofonds direkt wieder den Kirchgemeinden zufliessen. Einstimmig gutgeheissen wurde auch der Jahresbericht, der das Wirken der verschiedenen Fachstellen, Missionen und der Verwaltung aufzeigt.

Zu Fuss nach Rom

Pastoralassistentin Esther Rüthemann aus Rapperswil-Jona war Referentin im pastoralen Teil der Synode. Sie gehörte zur Pilgergruppe des Projekts «Kirche mit den Frauen». Die Pilgerreise für Gleichheit im Glauben und im Tun fand im Frühling 2016 statt. Die Pilgernden nahmen dabei 1000 Kilometer von St. Gallen nach Rom unter die Füsse, um ein Zeichen zu setzen für ein Miteinander von Männern und Frauen auf allen Ebenen der Kirche. Mit der Pilgerreise, die am 2. Juli 2016 in Rom zu Ende ging, seien neue, spannende Prozesse angestossen worden, erklärte Rüthemann.

Die Synode der Römisch-katholischen Landeskirche im Aargau umfasst 150 Mitglieder (sogenannte Synodale). Die Synodalen werden als Vertreterinnen und Vertreter einer Kirchgemeinde durch deren Stimmberechtigte für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt.

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