Verbraucherschutz

Aargauer Verbraucherschutz deckt auf: Jede zweite Probe von Kinderkosmetika war problematisch

Im Kanton Aargau wurden 73 kosmetische Produkte untersucht.

Im Kanton Aargau wurden 73 kosmetische Produkte untersucht.

Das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau publiziert seinen Jahresbericht: 11,9 Prozent der auf Chlorothalonil getesteten Trinkwasserproben waren nicht konform, und die Hälfte der getesteten Kinderkosmetik wurde beanstandet.

Mehr als 3600 Wasserproben hat das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau 2019 kontrolliert. 11,9 Prozent der auf Chlorothalonil getesteten Trinkwasserproben waren nicht konform, schreibt das Amt am Donnerstag in einer Medienmitteilung. Pflanzenschutzmittelrückstände im Grund- und Trinkwasser haben 2019 schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Der Wirkstoff Chlorothalonil und ein Teil seiner Abbauprodukte stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Erstmals wurden im Frühjahr stichprobenartig und ab Spätsommer systematisch 249 Aargauer Trinkwasserproben auf das problematische Abbauprodukt R417888 getestet. Davon waren 11,6 Prozent nicht konform. Seit Anfang 2020 ist der Stoff verboten, und es folgen weitere Untersuchungen.

Kinderkosmetika wurde häufig beanstandet

Bedeutend waren die Beanstandungen bei Kosmetika: Je nach Kategorie betrug der Anteil an nicht konformen Proben 12 bis 62 Prozent. Insbesondere bei Kinderkosmetika wurde fast die Hälfte der Proben beanstandet.

Im Bereich des Tierschutzes blieb die Anzahl ausgesprochener Tierhalteverbote konstant. Allerdings stieg die Zahl der Tierschutzmeldungen um 22 Prozent und die der Strafanzeigen in in diesem Bereich gar um 27 Prozent an. (zaz)

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