«Burglind»-Schäden
Aargauer Wanderwege warnen: «Sehr viele Gefahrenstellen in den Wäldern!»

An insgesamt 164 Stellen im Aargau müssen Wanderwege wegen Sturmschäden vom Januar wieder instand gestellt werden – es gilt weiterhin Vorsicht zu wahren.

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An vielen Orten blockieren umgestürzte Bäume noch die Wanderwege.

An vielen Orten blockieren umgestürzte Bäume noch die Wanderwege.

zvg

Am 3. Januar zog der Sturm Burglind über die Schweiz. Am 17. Januar folgte «Evi» und darauf noch «Friedericke». Inzwischen waren die Routenbetreuer der Aargauer Wanderwege unterwegs und haben sich ein Bild der Schäden am Wanderwegnetz gemacht.

Gemäss einer Mitteilung wurden bereits erste kleinere Räumungsarbeiten vorgenommen. «Insgesamt wurden 164 Stellen gemeldet, die von den Auswirkungen der Stürme betroffen sind und grösserer Instandstellungen bedürfen», teilt Horst Sager, Geschäftsleiter des Vereins Aargauer Wanderwege, mit.

Die Schäden seien analysiert und würden nun schrittweise abgearbeitet. «Bei vielen Schäden ist der Werkmeister der Aargauer Wanderwege daran, die Wege frei zu machen, sie wo nötig auszubessern und begehbar zu machen.»

Sturmschäden im Aargau nach «Burglind»:

Die mächtige Linde beim Schulhaus in Full im Bezirk Zurzach gab dem Sturmtief im Januar 2018 nach.
25 Bilder
Die Linde galt als Wahrzeichen.
Glück im Unglück an der Bachstrasse in Aarau: Die Birke stürzte nicht auf die Strasse.
In Buchs ist eine rund zehn Meter grosse Föhre eingeknickt, wie Leserin Heidi Berner berichtet.
Der Baum verfehlte die parkierten Autos nur um Zentimeter.
In Seon ist der Zaun neben einem Fussballfeld eingeknickt.
Eine Leserin berichtet von sieben gefallenen Bäumen im Bereich Francke-Gut in Aarau.
Ein Ehepaar aus Aarburg hat uns diese Bilder zukommen lassen. Hier die Gartenlaube vor dem Sturm...
...und so sah es nach dem Unwetter aus.
Die Gartenlaube ist total zerstört.
Die Gartenlaube ist total zerstört.
Die Strasse zwischen Lengnau und Baldingen ist wegen zahlreicher umgestürzter Bäume gesperrt.
Die Strasse zwischen Lengnau und Baldingen ist wegen zahlreicher umgestürzter Bäume gesperrt.
Das Gartenhäuschen vor dem Coop Bau und Hobby in Reinach wurde über die Wiese verteilt.
Das Gartenhäuschen vor dem Coop Bau und Hobby in Reinach wurde über die Wiese verteilt.
Aargau: Sturm «Burglind»
Zwischen Bremgarten und Wohlen wurde ein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen. Laut ersten Informationen wurde der Fahrer leicht verletzt.
Ein umgestürzter Baum auf der Strecke Oftringen - Safenwil.
Auch in Oberrohrdorf ist eine Tanne dem Sturm zum Opfer gefallen.
In Suhr stürzte ein Baugerüst um.
In Suhr stürzte ein Baugerüst um.
Auch im Aargau hat der Sturm Spuren hinterlassen – bis jetzt sind aber noch keine grösseren Schäden bekannt.
Am Kirschgartenweg in Aarau ist ein Baum umgestürzt.
Beim Eisfeld Brugg hat dieses Gebäude unter dem Sturm gelitten. Das Eisfeld bleibt am Mittwoch gesperrt.
Beim Eisfeld Brugg hat dieses Gebäude unter dem Sturm gelitten. Das Eisfeld bleibt heute gesperrt.

Die mächtige Linde beim Schulhaus in Full im Bezirk Zurzach gab dem Sturmtief im Januar 2018 nach.

Leserbild/René Kälin

Ausserdem richte er beschädigte Wegweiser und stelle neue Pfosten auf. Weiter sind gemäss Sager die Forstbetriebe daran, Waldwege frei zu räumen und das Fallholz weiter zu verarbeiten und abzutransportieren.

Er weist darauf hin, dass es nach wie vor sehr viele umgefallene Bäume in den Wäldern gebe. Zudem seien viele Bäume nicht ganz herunter gefallen, sondern in anderen Bäumen hängen geblieben. Diese könnten bei geringsten Einflüssen ganz zu Boden fallen.

«Das bedeutet: Es gibt immer noch sehr viele Gefahrenstellen in den Wäldern!», warnt der Geschäftsleiter. Weil auch die Aufräumarbeiten noch auf Hochtouren laufen, empfiehlt der Verein, «die Wanderwege im Wald zu meiden oder nur mit grosser Vorsicht zu benutzen». Es könne momentan nicht davon ausgegangen werden, dass die Wanderwege überall gefahrlos begangen werden könnten.

Sperrungen und Umleitungen

Bei einigen Wegabschnitten sind die Beeinträchtigungen so gross, dass die Wege gesperrt oder lokale Umleitungen errichtet wurden. Zurzeit sind die Wanderwege Muhen-Rütihof und Teufenthal-Wannenhof gesperrt.

In Egliswil im Häbni, in Kölliken beim Grenzweglein im Pfaffentann, in Muhen westlich des Rütihofs und in Rüfenach/Villigen am Nordhang des Geissberges wurden lokale Umleitungen eingerichtet. Weiter ist der Rheinuferweg zwischen Laufenburg und Sisseln wegen vieler umgestürzter Bäume nur äusserst schwer begehbar.

Die Aufräumarbeiten in den Wäldern werden laut Horst Sager noch einige Zeit in Anspruch nehmen. «An den meisten Orten sollte bis Anfang Sommer aber eine Räumung der Wanderwege möglich sein», kündigt er an. (az/fh)

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