Startschuss

Aktionstage Psychische Gesundheit starten im Aargau

Mit Aktionstagen will der Kanton auf das Thema Psychische Gesundheit aufmerksam machen. (Symbolbild).

Mit Aktionstagen will der Kanton auf das Thema Psychische Gesundheit aufmerksam machen. (Symbolbild).

Mehr als 30 Institutionen, darunter der Kanton Aargau, starten die Aktionstage Psychische Gesundheit. Vom nächsten Sonntag bis am 30. Oktober wollen die Institutionen nach eigenen Angaben in der Bevölkerung ein Bewusstsein für den Umgang mit psychischer Gesundheit schaffen.

Die Schweizerische Gesundheitsbefragung im Jahr 2017 habe gezeigt, dass die psychische Gesundheit für die Aargauer Bevölkerung ein wichtiges Thema sei, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag mit. Gemäss dieser Befragung bezeichne fast ein Drittel der Aargauerinnen und Aargauer ihre Energie und Vitalität als tief. Und nicht einmal die Hälfte sei der Auffassung, dass sie über eine hohe Energie und Vitalität verfüge.

Psychische Erkrankungen würden zu den am meisten einschränkenden Krankheiten gehören. Ausserdem seien sie die häufigste Ursache für eine Invalidität.

Das Programm der Aktionstage finden Sie hier:

Aktionstage sollen Tabus brechen

Das Programm der Aktionstage soll laut dem DGS dazu beitragen, Tabus rund um psychische Erkrankungen zu brechen. Es gebe Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und Filmvorführungen für die gesamte Aargauer Bevölkerung. Die Themen würden von Schulverweigerung über häusliche Gewalt bis zu mentaler, geistiger und körperlicher Fitness reichen.

Die Aktionstage thematisieren auch die aktuellen Herausforderungen in Zeiten des Coronavirus. Diese hätten allerdings nicht zu mehr Suiziden im Aargau geführt, wurde ein Experte der Kantonspolizei in der Mitteilung des DGS zitiert. Auch eine Zunahme von schweren Fällen von häuslicher Gewalt sei nicht beobachtet worden.

Der Kanton hatte das Netzwerk «Psychische Gesundheit Kanton Aargau», das die Aktionstage organisiert, im Jahr 2013 gegründet. Es umfasst 50 Institutionen, Dienstleistungsanbieter sowie Fach-, Berufs- und Betroffenenorganisationen.

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