Todesfall

Auf Schnee ausgerutscht: Aargauer stirbt bei einem Bergunfall am Titlis

Ein Berggänger der Gruppe verletzte sich beim Unfall erheblich, ein weiterer leicht. Die dritte Person konnte nur tot geborgen werden. (Symbolbild)

Ein Berggänger der Gruppe verletzte sich beim Unfall erheblich, ein weiterer leicht. Die dritte Person konnte nur tot geborgen werden. (Symbolbild)

Drei Männer begaben sich in einer Seilschaft auf eine Bergtour vom Titlis zum Reissend Nollen. Einer der drei Bergsteiger rutschte trotz Steigeisen auf einem Schneefeld aus und riss die beiden anderen mit sich in die Tiefe. Die Rega konnte sofort alamiert werden. Eine Person starb beim Unfall.

«Durch einen tragischen Unfall in den Bergen wurdest Du mitten aus dem Leben gerissen und hinterlässt eine grosse Lücke. Ohne die Chance, kämpfen zu dürfen, musstest Du gehen.» Das steht in der Todesanzeige eines 34-jährigen Aargauers, die am Montag in der AZ publiziert wurde.

Der junge Mann, der seine Frau und einen Sohn hinterlässt, starb bei einem Bergunfall im Titlisgebiet oberhalb von Engelberg. Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Obwalden begaben sich am 18. September drei Männer in einer Seilschaft auf eine Bergtour vom Titlis zum Reissend Nollen. Nordöstlich vom hinteren Titlisjoch rutschte einer der drei Bergsteiger trotz Steigeisen auf einem Schneefeld aus und riss die beiden anderen mit sich in die Tiefe. Zwei Personen stürzten am Gletscherrand zwischen Felsen und Gletscher.

Rega sofort alarmiert, Aargauer tot geborgen

Der dritte Mann wurde über die Spalte geschleudert und kam am Sicherungsseil auf einem steilen Schneehang zum Stillstand. Er konnte sofort die Rega alarmieren. Die Bergung im steilen Hang gestaltete sich aufwendig. Ein Berggänger der Gruppe verletzte sich beim Unfall erheblich, ein weiterer leicht. Sie wurden in ein Spital geflogen. Die dritte Person, der 34-jährige Aargauer, konnte hingegen nur noch tot geborgen werden.

Auf dem Weg zum Einsatzort nahm die Rega-Crew einen Bergretter des Schweizer Alpen- Clubs SAC zur Unterstützung der komplexen Rettungsaktion auf. Um die medizinische Versorgung der Patienten vor Ort zu gewährleisten, wurde der Rettungshelikopter der Einsatzbasis Wilderswil aufgeboten. .

Die genaue Unfallursache wird durch die Kantonspolizei sowie die Staatsanwaltschaft Obwalden untersucht. (az)

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