Nachfolgeprojekt

Aufbruch zur rechten Zeit: Ein Fest der Künste auf dem Schloss Hallwyl

Nach 16 Jahren war Anfang Jahr Schluss mit der Schlossoper Hallwyl. (Archivbild)

Nach 16 Jahren war Anfang Jahr Schluss mit der Schlossoper Hallwyl. (Archivbild)

Nach 16 Jahren war Anfang Jahr Schluss mit der Schlossoper Hallwyl. Nun ist bereits ein Nachfolgeprojekt lanciert.

Trotz des Klagens über ausgefallene Konzerte, verschobene Opern und gestrichene Theateraufführungen: Es gibt auch Aufbruch in der Kulturszene. Unter der Trägerschaft des argovia philharmonic in Koproduktion mit dem Museum Aargau wird es ab 2021 eine Nachfolge der im Januar eingestellten Schlossoper Hallwyl geben. Unter dem Namen «Wilhelmina» wird nichts Geringeres als «ein Fest der Künste» gefeiert. Das mag gar umfassend tönen, falls aber die «Amuse Bouche», die ab 9.September serviert werden, tatsächlich erst die Häppchen eines Mahls sind, eines intellektuellen Gelages für alle Sinne, darf man sehr gespannt auf den nächsten Sommer sein.

Unter der künstlerischen Leitung des Badener Schauspielers Walter Küng ist ­«Wilhelmina» als Sommer-Triennale zu verstehen: Das Schloss und die Region werden mit Musik-Theater, Oper und Operette, konzertanter Musik und spartenübergreifenden ­Formaten bespielt.

Das «Fest der Künste» soll getragen werden durch eine Kombination verschiedener Kunstrichtungen und Konzertformaten: Räumliche Anordnungen, Inszenierungen in verschiedensten Grössen sowie der Einbezug der Region Hallwilersee und der Seetaler Bevölkerung in das facettenreiche Angebot sind Grundsätze von «Wilhelmina». Die Ziele der Organisatoren: Das Schloss nutzen und bespielen sowie Angebote für die Bevölkerung in lockerer Atmosphäre schaffen.

Nicht jedes Jahr wird eine grosse Opernkiste geboten, der Schlosshof weder verbaut, noch wird es eine grosse Tribüne geben. Aber, versichert Christian Weidmann, Intendant des argovia philharmonic: «Mit kleinen Eingriffen wird man einen tollen Theaterraum herstellen.»

Rückkehr von Johann Strauss’ «Fledermaus»

Grundsätzlich wird es ein Freiluft-Projekt, aber eines mit Wachstumsphasen: drei Festivals von unterschiedlicher Grösse, mit jeweils einer Hauptproduktion. 2021 wird Johann Strauss’ Operette «Die Fledermaus» gespielt: Es handelt sich um die argovia-philharmonic-Produktion von 2019, die von der Badener Alten Schmiede aufs und ins Schloss Hallwyl adaptiert wird. Regie führte ­damals der Schauspielkünstler Robert Hunger-Bühler.

Zentral sei das Schloss, sagt Intendant Christian Weidmann. Man wolle schauen, was vorhanden sei und sich immer fragen: «Warum machen wir das im Schloss? Wie bewahren wir das Schloss? Der Ort bestimmt den Inhalt», so Weidmann.

Wilheminia: Amuse Bouche 9.9. & 12.9., 19.30 Uhr: Höre ich richtig? Eine Expedition. 10.9., 19.30 Uhr: Feuer und Flamme! (mit Streichquartett) 11.9., 19.30 Uhr: Szenen aus der Literatur (Sprache, Tanz, Musik). Siehe auch: www.wilhelmina-hallwil.ch (ab 29. August)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1