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Autobahn wird flüssiger: Ein- und Ausfahrten der A1 werden verlängert

Schon heute dürfen Autofahrer bei der Ausfahrt Aarau Ost den Pannenstreifen nutzen – künftig soll dies bei weiteren Anschlüssen gelten. Chris Iseli

Schon heute dürfen Autofahrer bei der Ausfahrt Aarau Ost den Pannenstreifen nutzen – künftig soll dies bei weiteren Anschlüssen gelten. Chris Iseli

Bis in einem Jahr sollen die drei Ein- und Ausfahrten Aarau Ost, Lenzburg und Mägenwil verlängert sein. Das soll den Verkehr auf der A1 geschmeidiger machen. Noch offen ist, ob der Pannenstreifen zwischen Aarau Ost und Birrfeld ein Fahrstreifen wird.

Geht es nach dem Bundesrat, wird die A1 im Aargau nicht vor 2040 auf sechs Spuren ausgebaut. Mit einer Standesinitiative versucht der Kanton, den Ausbau auf 2030 vorzuziehen. Doch das Anliegen, das im Grossen Rat klar überwiesen wurde, erlitt letzte Woche in Bern eine Abfuhr. Gleich mit 9 zu 2 Stimmen empfahl die Verkehrskommission des Ständerats die Initiative zur Ablehnung.

Unabhängig von politischen Auseinandersetzungen plant das Bundesamt für Strassen (Astra) im Aargau konkrete Massnahmen, um den Verkehr auf der A1 flüssiger zu machen.

«Bis in einem Jahr sollen die Anschlüsse Aarau Ost, Lenzburg und Mägenwil verlängert werden», sagt Esther Widmer, Mediensprecherin der Filiale Zofingen. Weil die baulichen Anpassungen nicht öffentlich aufgelegt werden müssen, können sie relativ rasch umgesetzt werden.

Pannenstreifen-Projekt später

Länger dürfte es dauern, bis ein weiteres Projekt realisiert ist. Im vergangenen Herbst kündigte Widmer an, bis 2018 sollten die Pannenstreifen zwischen der Verzweigung Birrfeld und Aarau Ost in Spitzenzeiten als zusätzliche Fahrspur genutzt werden.

Bereits im laufenden Jahr sollte die Projektauflage beginnen. Davon ist heute keine Rede mehr. «Aussagen zu Pannenstreifen-Umnutzungen können wir erst machen, wenn letztinstanzlich genehmigte Projekte vorliegen», sagt Thomas Rohrbach, Sprecher der Astra-Zentrale in Bern.

Zudem führt das Bundesamt eine Studie zur «Weiterentwicklung der A1» im Aargau durch. «Ziel ist, die diversen Vorschläge des Kantons zur Optimierung und Ausbau gesamtheitlich zu betrachten», sagt Rohrbach.

Untersucht wird zum Beispiel, wie sich der Umbau des Anschlusses Aarau-Ost oder der Bau eines zweiten Halbanschlusses Spreitenbach auf den Verkehrsfluss auswirkt. «Wir wollen herausfinden, welche Verbesserung dies bringt und die grobe bautechnische Machbarkeit klären», so Rohrbach. Zudem will das Astra auch Dosierstellen an den Autobahneinfahrten prüfen.

Unter dem Titel «Kapazitätserhöhung A1 im Aargau» wird ein möglicher Sechsspurausbau mit einer ganz neuen Linienführung abseits der bestehenden A1 verglichen. «Die Arbeiten an der Studie starten voraussichtlich im Oktober, Resultate werden frühestens in zwei Jahren vorliegen», sagt Rohrbach.

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