Liberalisierung
Avenir Suisse fordert 7-Tage-Woche um der Coronakrise zu trotzen

Die Denkfabrik Avenir Suisse fordert Lockerungen für die Wirtschaft. So könne Social Distancing besser gewährleistet werden.

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Direktor Grünenfelder und seine Kollegen von Avenir Suisse sind für eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts und der Ladenöffnungszeiten. (Archivbild)

Direktor Grünenfelder und seine Kollegen von Avenir Suisse sind für eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts und der Ladenöffnungszeiten. (Archivbild)

KEYSTONE/MARCEL BIERI

Angesichts der Pandemiekrise sei mehr Flexibilität der Behörden gegenüber der Wirtschaft gefordert, finden die Autoren eines am Mittwoch veröffentlichten Analysepapiers der liberalen Denkfabrik Avenir Suisse.

Unter anderem schlägt die liberale Denkfabrik mit dem ehemaligen Aargauer Staatsschreiber Peter Grünenfelder als Direktor an der Spitze vor, Produktion, Konsumation, Nachfrage und Angebot zeitlich und räumlich auf sieben Wochentage auszudehnen und nicht auf fixe Tages- oder Nachtzeiten zu limitieren. Mit dieser Ausweitung könne Social Distancing als Losung am besten gewährleistet werden, so Avenir Suisse. Angestellte müssten für Sondereinsätze natürlich entschädigt werden. Wo Bedarf bestehe, soll laut Avenir Suisse zudem eine raschere Mobilisierung der Arbeitskräfte erfolgen können. Dazu bedürfe es einer Flexibilisierung des Arbeitsrechts und der Ladenöffnungszeiten.

Die Vorschläge von Grünenfelder und seiner Kollegen im Einzelnen:

Arbeitsgesetzgebung: unbürokratische Überlassung von Arbeitnehmenden, Einführung von «selbstständigen Angestellten», Lockerung der Nachtarbeitsbestimmungen.

Ladenöffnungszeiten: keine Einschränkung an den Werktagen zwischen 06.00 und 23.00 Uhr, vereinfachte Bewilligung für Nachtarbeit zwischen 23.00 und 06.00 Uhr, temporäre Aufhebung des Verbots, Läden an Sonntagen, öffentlichen Ruhetagen sowie offiziellen Feiertagen zu öffnen.

Gesundheitswesen: Plattformen für Ressourcen-Pooling, auf nicht zwingende Kontrollen der Krankenkassen und der Kantone bei Gesundheitsinstitutionen verzichten, freiwilliger Einsatz von ehemaligen (pensionierten) Mitarbeitern.

Grenzgänger: Schnellspuren für den Grenzübertritt, ungehinderte Ein- und Ausreise.

Warenverkehr: temporäre Aufhebung des Sonntags- und Nachtfahrverbots, unilaterale Abschaffung der Industriezölle, Aussetzung der Zollerhebung. (az)

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