Die BDP nominierte am Freitagabend in Lupfig die Kandidaten und Kandidatinnen für die Nationalratswahlen. Bereits bekannt war, dass sie mit Kantonalpräsident und Nationalrat Bernhard Guhl auch zu den Ständeratswahlen antreten wird. Im Bewusstsein, dass die Chancen sehr gering sind, aber wer nicht antritt, habe zum vornherein verloren, wie es an der Nominationsversammlung hiess.

Als Bisheriger ist Guhl natürlich auch der Spitzenkandidat auf der Nationalratsliste, gefolgt von Maya Bally, Präsidentin der Grossratsfraktion (Hendschiken).

Die weiteren Kandidaturen auf der Nationalratsliste: Lukas Wopmann (ehemaliger Grossrat und Gemeinderat von Würenlos), Michael Merkli (Einwohnerrat von Wettingen), Stefan Haller (Grossrat, Dottikon), Christian Haschka (Oftringen), Hans Zünd (Zuzgen), Annelise Schnyder (Gränichen), Maya Siegrist (Reinach), Natascha Winkler (Mumpf), René Bossard (Schafisheim), Marcel Bruggisser (Grossrat, Aarau), Oliver Kappeler (Berikon), Dennys Mayer (Einwohnerrat von Lenzburg), Michael Notter (Niederrohrdorf) und Matthias Ott (Auenstein). Die junge BDP tritt ebenfalls mit einer eigenen Liste an. Bisher sind 13 Kandidatinnen und Kandidaten gefunden, die Liste soll nach Möglichkeit noch komplettiert werden.

Tierische Wahlkampf-Unterstützung bei BDP

Tierische Wahlkampf-Unterstützung bei BDP

Vor vier Jahren erreichte die BDP bei den Nationalratswahlen aus dem Stand einen Wähleranteil von 6,1 Prozent. Damals sagte Präsident Bernhard Guhl an der Nominationsversammlung: «Egal welches Resultat die BDP auch macht, wir werden zu den Gewinnern gehören.» So einfach werde es diesmal nicht mehr, so Guhl gegenüber der Aargauer Zeitung.

Der Newcomer-Bonus sei weg, und auch der «Widmer-Schlumpf-Effekt» dürfte nicht mehr so gross sein. Dennoch ist er zuversichtlich, dass dafür der Leistungsausweis reicht, um das Nationalratsmandat zu halten.

Zum Ziel gesteckt hat man sich, den Wähleranteil leicht auf 6,4 Prozent auszubauen. «Wir können zulegen, wenn wir uns reinknien», rief Guhl der Versammlung zu.

Selbstkritisch räumte Guhl ein, dass man vor lauter Positionierung als sachlich konstruktive Partei manchmal etwas vergessen habe, sich auch besser zu verkaufen.

Im Alleingang könnte es für die BDP knapp werden, den Nationalratssitz zu halten, wenn sie ihr Wahlziel nicht erreicht. Zu möglichen Listenverbindungen gab es aber noch nichts Neues zu vermelden. (mou)