Miss Schweiz

Beerbt Jastina heute Jennifer Ann und Mahara? – Das sind die Aargauer Ex-Schönheitsköniginnen

Heute Abend wird in Baden die neue Miss Schweiz gewählt. Ehemalige Aargauer Missen erzählen, was ihnen die Krone gebracht hat und wie es ihnen heute geht.

Sandra Jones früher Aegerter, Miss Schweiz 1991

Zur besten Sendezeit schaffte es Sandra Aegerter im Juni 1991 auf die Fernsehschirme des Landes: Die «Tagesschau» zeigte, wie die junge Aargauerin im Zürcher Kongresshaus die Krone aufgesetzt und einen Pokal in die Hand gedrückt bekam. Die Sekretärin aus Stein arbeite in einer Maschinenbaufirma und steige auch mal auf den Gabelstapler – «wenn Not am Mann ist», wie das TV-Publikum erfuhr. Heute, mehr als ein Vierteljahrhundert später, blickt sie auf ein «wunderbares Jahr als Miss Schweiz» zurück. «Ich bin viel gereist und habe viele interessante Menschen und Kulturen kennen gelernt.» Nach ihrem Amtsjahr arbeitete Aegerter als Model und Mode-Einkäuferin für eine grosse Boutiquen-Kette in der Schweiz, bevor sie 2001 zusammen mit ihrem damaligen Mann, einem Wettinger Hotelmanager, in die USA zog. Neun Jahre später folgte der Schicksalsschlag: Ihr Mann verstarb an Krebs. Inzwischen ist die 48-Jährige wieder verheiratet – aus der Aargauerin Sandra Aegerter wurde die schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin Sandra Jones. Mit Ehemann Shane, einem Amerikaner, und drei Stieftöchtern lebt sie in Texas. Dazu kommen die Tiere: Die eigenen (Hund «Toby» und die beiden Hasen «Smoothie» und «Sebe») und die fremden, die sie für ferienabwesende Besitzer betreut. Die ehemalige Miss Schweiz träumt vom eigenen Hotel – «Bed & Biscuit», wie sie es nennt – für Tiere. Ihre Favoritin für die Wahl vom Samstagabend steht bereits fest: Jastina Doreen Riederer – «nicht nur, weil sie aus dem Aargau stammt». Jastina sei sehr fotogen, natürlich, ehrgeizig, elegant und ein gutes Vorbild für viele junge Frauen.

 

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Das sind die Finalistinnen 2018

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Anita Buri, Miss Schweiz 1999

Genau genommen gewann Anita Buri 1999 ihren Titel ja noch unter Thurgauer Flagge, doch bereits zwei Jahre nach ihrem Triumph zog sie in den Aargau – und blieb ihrer Wahlheimat seither treu. «Es gefällt mir sehr gut hier», sagt sie. Den Dialekt habe sie allerdings in den vielen Jahren nie abgelegt. «Er verrät meine Herkunft zu hundert Prozent.» Heute ist Anita Buri Mutter eines 15-jährigen Sohnes und Unternehmerin mit einer eigenen Event-Firma. Im Rückblick sagt die heute 39-Jährige, das Amtsjahr habe ihre berufliche Laufbahn positiv beeinflusst. So arbeitet Anita Buri unter anderem als Coach. Ihre Aufgabe: Die neu gewählte Miss Schweiz in den ersten Tagen begleiten und sie ins Business einführen. Anita Buri weiss aus eigener Erfahrung, wie sich der «Fall ins kalte Wasser des Unbekannten» anfühlt: «Mein Leben wurde total auf den Kopf gestellt.»

 

Gekrönt: Mahara McKay 2000.

Gekrönt: Mahara McKay 2000.

Mahara McKay, Miss Schweiz 2000

Untersiggenthal durfte sich 2000 über den Erfolg einer 19-jährigen Einwohnerin freuen: Mahara McKay sicherte sich die Missen-Krone. Die Wahl war der Beginn einer Karriere als Model, Moderatorin, Musikproduzentin und DJ. Inzwischen lebt sie – fernab der Schweizer Öffentlichkeit – in Neuseeland, wo sie ein Yogastudio betreibt.

 

Jennifer Ann Gerber, Miss Schweiz 2001

Um die Jahrtausendwende waren die Miss-Schweiz-Wahlen fest in Aargauer Hand: Anita Buris Nachfolgerin war Mahara McKay, die dann 2001 als letzte Amtshandlung die Krone ihrer Nachfolgerin Jennifer Ann Gerber aufsetzte. «Das bedeutet nicht, dass die Aargauerinnen prinzipiell die schönsten Schweizerinnen sind», sagte die damals 19-Jäh-rige aus Tägerig gegenüber der Aargauer Zeitung. Trotz Hürden und schwierigen Zeiten («Es ist ein grosser Druck für eine knapp 20 Jahre alte und unerfahrene Person»), hat Gerber das Missen-Jahr in guter Erinnerung. «Der Titel gab mir die Möglichkeit, tolle Modelaufträge wahrzunehmen und dadurch viel zu reisen und interessante Bekanntschaften zu machen.» Sie habe sich innert kurzer Zeit als «selbstständige und starke Persönlichkeit» weiterentwickelt. Und: Gerber kam der Medienwelt und dadurch auch ihrem Berufswunsch Journalistin näher. Die heute 36-Jährige sammelte Erfahrungen als Moderatorin in Radio und Fernsehen, bildete sich zur eidgenössisch diplomierte PR-Fachfrau aus und arbeitet mittlerweile als Head of Publishing. Im Sommer 2015 heiratete sie am Vierwaldstättersee den Finanzanalysten Charles Rees. Gerber ist Mutter von zwei Kindern (Alter: zwei Jahre und zwei Monate). Seither habe sie sich bewusst zurückgezogen und eine Auszeit genommen. An ihrem Bekanntheitsgrad vermochte dies kaum etwas zu ändern: «Nach wie vor kennen mich einige Leute und erfreuen sich darüber.»

Die Missen von 1996 bis heute:

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