Antonella Laino ist schwer erschüttert. Ihre Ente «Balla» wurde vom zuständigen Wildhüter getötet. Dieser war auf den Plan getreten, nachdem der Aargauer Kantonspolizei «ein torkelnder Schwan» in der Mellingerstrasse in Baden gemeldet worden war. Der Wildhüter hielt die schlingernde Ente für ein verletztes Wildtier und entsorgte sie. Dabei hatte die 15-jährige «Bella» nur altersbedingte Gleichgewichtsstörungen, wie Besitzerin Antonella Laino erklärt. Das war am Sonntag.

Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau bedauert: «Natürlich ist dieser Irrtum tragisch», sagt er, «aber man kann niemandem eine böswillige Absicht unterstellen.» Graser sagt aber auch, es sei alles rechtens abgelaufen.

Tele M1 konnte am Donnerstag mit dem Wildhüter sprechen: Er habe die Ente eingefangen, betäubt und daraufhin die Kehle durchgeschnitten.

Das will die Entenbesitzerin nicht auf sich sitzen lassen. Sie erstattet Anzeige, wie sie gegenüber Tele M1 erklärt. Dem Wildhüter drohen bei einem Schuldspruch bis zu 3 Jahre Haft.

Doch ihm kommt Rainer Klöti zu Hilfe. Der Präsident des aargauischen Jagdschutzvereins sagt, es sei alles korrekt abgelaufen, inklusive der Tötung.

Ente «Bella» - Das Tier wurde 15 Jahre alt.

Ente «Bella» - Das Tier wurde 15 Jahre alt.

Dem widerspricht Tierrechtsexperte Andreas Rüttimann. Der Wildhüter hätte aufgrund der Situation vor Ort doch erkennen müssen, dass die Ente jemandem gehört. 

Antonella Laino ist traurig. Der Verlust von «Bella» ist nur schwer zu überwinden: «Sie war von klein auf bei mir. Ich, mein Partner und auch die Menschen im Quartier hatten grosse Freude an Bella. Laino: «Ich bin wütend und ich will Gerechtigkeit für meine Ente.»  (jk)

«Das ist einfach brutal»: Antonella Laino und Philippe Meier trauern um Ente Bella, die sie durch ihr halbes Leben begleitet hat.

«Das ist einfach brutal»: Antonella Laino und Philippe Meier trauern um Ente Bella, die sie durch ihr halbes Leben begleitet hat.