Betrugsmasche
Falsche Polizisten weiterhin aktiv: Mehr als 30 Meldungen an einem Tag – 2021 schon über eine halbe Million erbeutet

Betrüger, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben, sind weiterhin sehr aktiv. So plump die Masche auch ist, fordert sie laufend neue Opfer. Die Deliktssumme beläuft sich allein für dieses Jahr auf über eine halbe Million Franken.

Drucken
Teilen

Allein am Donnerstag verzeichnete die Kantonspolizei Aargau über 30 Meldungen von Aargauerinnen und Aargauern, die Anrufe von falschen Polizisten erhalten hatten. Dabei sei von Einbrechern die Rede, welche in der Nachbarschaft ihr Unwesen trieben und nun nach dem Vermögen der angerufenen Person trachteten. Dieses sei nur sicher, wenn es der Polizei übergeben würde. Glücklicherweise durchschauten am Donnerstag alle Angerufenen den Schwindel, wie die Kantonspolizei mitteilt.

Doch das ist leider nicht immer der Fall. Obwohl das Betrugsphänomen der falschen Polizisten inzwischen seit mehreren Jahren bekannt ist und auch immer wieder davor gewarnt wird, kennt die Polizei allein dieses Jahr 20 Fälle, bei denen die Täterschaft zum Erfolg kam. Dabei konnten die Betrüger Bargeld und Schmuck im Wert von rund 550'000 Franken erbeuten. Insgesamt sind in diesem Jahr bei der Kantonspolizei Aargau bereits über 800 Anrufe gemeldet worden.

Raffinierte Betrüger am Werk

Hinter der Betrugsmasche stecken laut Kantonspolizei oft professionelle Betrüger, die aus dem Ausland operieren. Sie betreiben eigentliche Call-Center, von wo aus systematisch potenzielle Opfer angerufen werden. Dabei scheinen die Kriminellen offenbar auf Tagesbasis gewisse Gemeinden regelrecht abzuarbeiten. Sobald ein Opfer anbeisst, kommen Komplizen zum Einsatz, welche die Beute persönlich abholen. Dabei handelt es sich häufig um junge, sportlich gekleidete Männer, die deutsch oder sogar Mundart sprechen. Oft werden die Opfer auch angewiesen, Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen im Briefkasten oder anderswo bereitzulegen.

Darauf sollten Sie achten

Laut Polizei weisen die Betrugsanrufe praktisch immer folgende Eigenschaften auf:

  • Die Anrufe gehen immer auf Festnetznummern ein.
  • Es werden fast ausschliesslich Personen angerufen, welche über einen Eintrag in öffentlich zugänglichen Telefonbüchern verfügen.
  • Die Nummern der Anrufer weisen in den letzten Wochen sehr häufig die Vorwahl «077» auf.
  • Die Anrufer sprechen in aller Regel hochdeutsch. Wird ausnahmsweise schweizerdeutsch gesprochen, könnte es sich dabei um einen Lockvogel handeln, welcher als Türöffner fungiert und später das Telefon einem hochdeutsch sprechenden Betrüger übergibt. Sie nennen sich oftmals «Polizist Hofmann» oder «Polizist Fröhlich».
  • Der Fokus der Betrüger liegt klar auf älteren Menschen. Vielfach deuten die Namen der Angerufenen auf eine ältere Person hin («Elisabeth», «Rosmarie», «Hans», «Josef» etc.)

Die wichtigsten Ratschläge

  • Lassen Sie sich nicht auf verdächtige Anrufe ein und beenden Sie diese.
  • Geben Sie am Telefon niemals vertrauliche Informationen preis.
  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Telefonanbieter nach einem Filter, der solche Anrufe blockiert (zum Beispiel Callfilter von Swisscom)
  • Denken Sie daran, dass die richtige Polizei niemals telefonisch jemanden anweisen würde, ihr Wertsachen zu übergeben.
  • Um den Schwindel noch echter aussehen zu lassen, raten die Betrugsanrufer ihren Opfern, sogleich den Polizeinotruf 117 zu wählen, um sich zu vergewissern. Nur, wer den Anruf tatsächlich beendet, ist sicher, danach nicht wieder die Betrüger in der Leitung zu haben. Legen Sie also den Hörer wirklich auf oder drücken Sie den entsprechenden Knopf, um die Verbindung zu trennen.
  • Melden Sie Betrugsanrufe der richtigen Polizei (Notruf 117).
  • Sensibilisieren Sie ältere Menschen aus Ihrem Umfeld über diese Betrugsmasche.

Die aktuellen Polizeibilder:

Brugg AG, 30. August: Eine 61-Jährige kam von der Strasse ab, weil sie am Steuer einnickte. Der Wagen überschlug sich und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Es entstand Totalschaden.
26 Bilder
Rheinfelden (AG): Ein Mann versucht zwei Mal hintereinander, sechs Esel über die Grenze zu schmuggeln.
Kollision in Oberwil-Lieli.
Spreitenbach AG, 26. August: Weil eine Automobilistin ein Rotlicht missachtete, stiess sie auf einer Kreuzung in Spreitenbach heftig mit einem anderen Wagen zusammen. Sie verletzte sich leicht.
Döttingen AG, 24. August: Ein 47-Jähriger verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug, prallt in einen Baum, einen Stein, und dann in ein entgegenkommendes Fahrzeug.
Boswil AG, 20. August: Aus unbekannten Gründen kam es zu einer Frontalkollision zwischen zwei Motorrädern. Beide Lenker wurden verletzt ins Spital gebracht.
Sins AG, 19. August: In Meienberg verwechselte eine 76-Jährige das Gas- und Bremspedal und verursachte einen Selbstunfall. Die Lenkerin blieb unverletzt. Am Fahrzeug entstand Sachschaden.
Lenzburg AG, 18. August: Ein Lastwagenfahrer verlor die Herrschaft über sein Fahrzeug und stiess mit einem anderen Auto zusammen. Der Autolenker sowie dessen Beifahrerin wurden dabei mittelschwer verletzt.
Dättwil, 17. August: Ein 18-jähriger Junglenker nickte während der Fahrt am Steuer ein und kollidierte dabei mit einem Fahrzeug der Armee. Dieses kippte durch die Wucht des Aufpralls zur Seite. Verletzt wurde dabei niemand. Es entstand grosser Sachschaden. Der Fahrer musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.
A1/Lenzburg, 17 August: Ein 54-jähriger deutscher Autolenker fuhr mit seiner Familie auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich. Dabei prallte er, aus noch unbekannten Gründen, mit seinem Audi mehrmals gegen die Leitplanken. Der Lenker musste in kritischem Zustand ins Spital eingeliefert werden. Es entstand grosser Sachschaden.
Spreitenbach, 15. August: Ein 27-Jähriger fuhr unter Alkoholeinfluss, prallte mehrmals in die Rand- und Mittelleitplanken und überschlug sich dann. Das Auto kam auf der Seite liegend zum Stillstand. Der Fahrer verletzte sich leicht.
Spreitenbach, 14. August: Auffahrunfall auf der A1 in Richtung Zürich. Eine 49-jährige Skoda-Fahrerin verletzte sich beim Unfall, den sie selbst verursacht hatte, leicht. Der Autobahnabschnitt musste zwischenzeitlich gesperrt werden.
Hunzenschwil, 13. August: Ein Lastwagenchauffeur nimmt einem anderen den Vortritt und verursacht eine Kollision. Einer der beiden Chauffeure wird leicht verletzt. Die Autobahnausfahrt Aarau Ost ist rund zwei Stunden gesperrt worden.
Gränichen, 12. August: In Gränichen kam es aus unbekannten Gründen zu einer Kollision zwischen einem BWM und einem Lieferwagen gekommen. Verletzt wurde niemand.
Zeiningen, 12. August: Ein Rollerfahrer ist einem Fuchs ausgewichen und daraufhin mit einem Lastwagen kollidiert. Der Rollerfahrer wurde schwer verletzt ins Spital geflogen. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt, der Fuchs verstarb.
Rheinfelden, 12. August 2021: Auf der A3 in Richtung Basel kam es zu einer Streifkollision. Dabei geriet Katzenfutter auf die Fahrbahn. Verletzt wurde niemand.
Rheinfelden AG, 11. August: Ein Autofahrer hat an der Kohlplatzkreuzung den Vortritt missachtet und einen Unfall verursacht. Dabei wurden zwei Insassen des anderen Wagens verletzt. Sie wurden ins Spital gebracht.
Muri AG, 11. August: An der Luzernerstrasse in Muri wurde ein Fussgänger beim Überqueren der Strasse übersehen und angefahren. Er wurde leicht verletzt. Dem Autofahrer wurde der Führerausweis entzogen.
Murgenthal AG, 8. August: Motorradfahrer verunfallt wegen Gegenverkehr.
Zofingen AG, 8. August: Selbstunfall bei Lernfahrt.
Vordemwald AG, 8. August: Ein Autolenker verursachte einen Selbstunfall wegen Ausweichmanöver.
Unterkulm AG, 5. August: In der Nacht auf Freitag verursachte ein Autolenker in Unterkulm einen Selbstunfall. Wie sich herausstellte, sass der Lenker angetrunken hinter dem Steuer.
Kölliken AG, 5. August: Ein Neulenker verlor beim A1-Anschluss Aarau-West die Kontrolle über seinen Sportwagen und prallte gegen die Leitplanke.
Rheinfelden AG, 5. August: Auf einem Kinderspielplatz wurde eine Rutschbahn in Brand gesetzt.
Villmergen AG, 04.August: Eine junge Frau gerät auf Gegenfahrbahn und verursacht eine Autokollision.
Würenlos AG, 4. August: Ein Neulenker beschleunigt zu stark und fährt eine Verkehrstafel um.

Brugg AG, 30. August: Eine 61-Jährige kam von der Strasse ab, weil sie am Steuer einnickte. Der Wagen überschlug sich und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. Es entstand Totalschaden.

Kapo Aargau

Aktuelle Nachrichten