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Black Friday: Im Shoppi Tivoli lauerten die Schnäppchenjäger vor den Laden-Gittern

Black Friday: Im Shoppi Tivoli lauerten die Schnäppchenjäger vor den Laden-Gittern

Im Shoppi Tivoli lockten die Geschäfte mit Aktionen. Doch nicht jeder Besucher kam für den Black Friday nach Spreitenbach.

Geduldig harren die Schnäppchenjäger vor den Gittern ihrer Lieblingsläden aus, bis sie um 9 Uhr endlich rein dürfen. Viele wissen genau, was sie wollen und laufen zielstrebig in die Shops. In Kleiderläden wie H&M und Zara reihen sich die Kleiderbügel auf den Armen der Kunden. Andere starren wie hypnotisiert in das gestochen scharfe Ultra HD der Flatscreen-Fernseher.
Von tumultartigen Szenen, wie man sie aus den USA kennt, kann hier aber keine Rede sein. Es geht doch alles ziemlich gesittet zu und her. Nach und nach füllt sich das Einkaufszentrum. Um 9.40 Uhr braucht es schon starke Nerven, um sich draussen im strömenden Regen noch einen freien Parkplatz zu ergattern.

Laut Centerleiter Patrick Stäuble kamen bis am Abend über 30000 Besucherinnen und Besucher ins Shoppi Tivoli nach Spreitenbach. Das liege leicht über dem durchschnittlichen Wert an einem gut besuchten Samstag. An einem normalen Freitag sind es sonst etwa 15000 Besucher. Doch in einer Woche mit dem Black Friday gibt es wenig, das noch normal ist. Die Öffnungszeiten wurden flugs auf 22 Uhr verlängert, schon seit Montag machten Läden und Restaurants in dem Shoppingcenter im Internet mit knallbunten Reklamen auf ihre Rabatte aufmerksam. Nichts bleibt unangetastet, ein Autohändler verlost gar Gutscheine im Wert von mehreren Tausend Franken.

Die einen freuts, die andern nervts

Im Interdiscount ist ein Familienvater auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken. «Das ist aber der einzige Grund, warum ich hier bin», sagt er fast entschuldigend. Ein weiterer Mann mit Augenringen schaut sich den 55-Zoll-TV an der Wand an. Er komme gerade von der Arbeit, sagt er. «Da dachte ich: Komm, ich schaue noch kurz vorbei.» Kaufen, das möchte er betont haben, will er aber eigentlich nichts.

«Action, Adrenalin – von mir aus könnte es immer so sein»: Black Friday bei Digitec Galaxus in Wohlen

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Ganz anders ein junger Mann, der gleich mit drei Tragtaschen bewaffnet vor dem Starbucks durchsprintet. Er hat sich für den Black Friday freigenommen und will den Tag bis zum Letzten auskosten. «Online habe ich schon das meiste bestellt und jetzt klappere ich noch jeden Laden ab», sagt er.

Am liebsten gleich wieder heimgehen würden zwei junge Frauen vor dem Zara. Sie sehen leicht gestresst aus. Es hat ihnen zu viele Leute. Doch warum sind sie hier? «Ich habe nur etwas umgetauscht, bevor ich arbeiten muss», meint eine von ihnen. Bevor sie geht, sagt sie: «Extra freinehmen würde ich für den Black Friday nie im Leben.»

Green Friday statt Black Friday in Bern

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Am Black Friday wurde auf der ganzen Welt fürs Klima gestreikt. Mit Kundgebungen und Aktionen wollten die jungen Klimaaktivsten ein Zeichen gegen überflüssigen Konsum auf Kosten der Umwelt setzen. Auch in Bern gingen die Aktivisten unter dem Motto "Green Friday statt Black Friday" auf die Strasse. Viele schminkten sich dafür mit grüner Farbe und trugen grüne Kleider.

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