Atomkraft

Brennstäbe hinüber: AKW Leibstadt steht zwei Monate länger still als geplant

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Oxidschicht an den Brennelementen bereits so weit fortgeschritten ist, dass sie nicht wieder für den nächsten Betriebszyklus verwendet werden können. (Archivbild)

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Oxidschicht an den Brennelementen bereits so weit fortgeschritten ist, dass sie nicht wieder für den nächsten Betriebszyklus verwendet werden können. (Archivbild)

Befunde am Hüllrohrmaterial von acht Brennelementen im Kern des AKW Leibstadt führen zu einer Verzögerung der Jahreshauptrevision von rund acht Wochen. Die Integrität der Brennelemente ist nicht betroffen.

Im Rahmen der geplanten Brennstoffinspektion während der aktuellen Jahreshauptrevision wurden im Kernkraftwerk Leibstadt bei acht Brennelementen lokale Verfärbungen am Hüllrohr entdeckt. Diese Verfärbungen sind Anzeichen für eine Oxidation des Hüllrohrmaterials. Dies schreibt die Kernkraftwerk Leibstadt AG in ihrer Mitteilung. 

Bei Befunden dieser Art wird routinemässig die Wiedereinsetzbarkeit der betroffenen Brennelemente analysiert und neu beurteilt. Die Untersuchungen haben nun gezeigt, dass die Oxidschicht bereits so weit fortgeschritten ist, dass die betroffenen Brennelemente nicht wieder für den nächsten Betriebszyklus verwendet werden können.

Der Einsatz von neuen Brennelementen führt dazu, dass der Reaktorkern für den nächsten Betriebszyklus neu ausgelegt und beladen werden muss.

Dieser Prozess, bestehend aus umfangreichen Berechnungen und Sicherheitsanalysen, ist sehr komplex und zeitintensiv, weshalb eine Verzögerung der Jahreshauptrevision 2016 von voraussichtlich acht Wochen resultiert.

Die Integrität der Brennelement-Hüllrohre war stets gewährleistet. Die festgestellten Verfärbungen an den Brennelementen stellen weder für Mensch noch Umwelt ein Sicherheitsrisiko dar. Das ENSI wurde über den Befund und die weiteren Schritte informiert.

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