Villigen

Bundesrat Schneider-Ammann feiert mit Aargauer Forschern

PSI-Direktor Joël Mesot erklärt Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Landammann Alex Hürzeler, wie die Schüler im iLab das Licht brechen können. Tim Honegger

PSI-Direktor Joël Mesot erklärt Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Landammann Alex Hürzeler, wie die Schüler im iLab das Licht brechen können. Tim Honegger

Insgesamt gibt es am Paul-Scherrer-Institut 12 Experimentierplätze für die Schulklassen. Dort lernen sie physikalische und chemische Zusammenhänge spielerisch kennen. Das iLab des Paul-Scherrer-Instituts beschert der Wissenschaft von morgen Nachwuchs

Die Aargauer Forscher schlagen Alarm: Die Jugendlichen von heute interessieren sich zu wenig für die Naturwissenschaften und die Technik – «dabei sind diese das Fundament unseres Wohlstandes!», sagt der Physiker Fritz Gassmann.

Er leitete das Schülerlabor iLab während der ersten vier Jahre. Das Labor soll den Jugendlichen wieder Begeisterung für die Naturwissenschaften einflössen, denn: «Der Standort Aargau ist dringend auf qualifizierte Fachkräfte in diesem Bereich angewiesen», so Landammann Alex Hürzeler.

Galionsfigur der Forschung

Nach den ersten fünf Jahren blicken die Drahtzieher des iLabs zufrieden zurück: Mehr als 11 000 Schüler liessen sich in dieser Zeit von der Welt der Wissenschaft verzaubern. Mittlerweile strömen jährlich 200 Klassen in das Schülerlabor des Paul-Scherrer-Instituts (PSI), um unterschiedlichste Experimente durchzuführen (siehe Box).

«Obwohl beispielsweise die Physik in der Öffentlichkeit gar nicht beliebt ist, sind die Schüler nach dem iLab-Besuch davon fasziniert», erzählt Gassmann.

Die Naturwissenschaften hätten zu Unrecht einen schlechten Ruf. Das iLab verfolge das Ziel, dies zu ändern. Ausserdem verstünden viele Schüler heutzutage die Zusammenhänge in der Wissenschaft nicht.

«Sie kennen zwar die Formeln, haben aber keine Ahnung, was dahinter steckt.» So übernehme das iLab auf spielerische Weise eine Aufgabe, die eigentlich die Schule übernehmen müsste.

Unterstützung erhielt er und die PSI-Forscher von höchster Stelle: Bundesrat Johann Schneider-Ammann machte den Forschern seine Aufwartung und überschüttete sie förmlich mit Lob.

«Das PSI weist konsequent in die Zukunft – nicht nur mit dem iLab.» Der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung erachtet den Aargau als Galionsfigur in diesen Bereichen. «Wir gehören zu den Innovativsten und Wettbewerbsfähigsten – tragen wir Sorge dazu!»

Augenmerk auf Innovation

Das muss insbesondere Bildungsdirektor Hürzeler geschmeichelt haben. Er betonte zuvor in seinem Grusswort, dass der Aargau einen starken Fokus au die Innovationskraft setze.

«Wir verfolgen eine Hightech-Strategie: sowohl mit dem neuen Campus, als auch mit den geplanten Innovations- und Hightechparks.» Zudem werde der Lehrplan 21 die naturwissenschaftlichen Fächer weiter stärken.

«Dazu müssen aber auch die Lehrer eine bessere Kenntnis der Forschungswelt haben.» Denn auch dies gehört zu den Zielen des iLabs.

«Oft sind es die Lehrer, die im iLab am zurückhaltendsten seien – und nicht etwa die Schüler», sagt PSI-Direktor Joël Mesot.

«Die Innovation ist der Weg der Zukunft – die Lehrer sind ein unverzichtbarer Teil davon.»

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