Wahlkampf

Chancenlos: Dennoch gibt dieser Jungpolitiker 50000 Franken im Wahlkampf aus

Jungpolitiker mit aussichtslosem Mega-Wahlkampf

Er hat keine Chance, in den Nationalrat zu kommen. Trotzdem wendet Andrian Schoop 50`000 Franken für Werbung auf. Wieso?

Adrian Schoop hat praktisch keine Chance, in den Nationalrat gewählt zu werden. Trotzdem investiert der 29-jährige Aargauer Jungfreisinnige stolze 50000 Franken in den Wahlkampf, so viel wie manch amtierender Nationalrat. Warum tut er das?

Der Lenzburger Werkhof war am Samstag auch eine Wahlkampfbühne für den Jungpolitiker Adrian Schoop. Dort ging der Spitzenkandidat der Aargauer Jungfreisinnigen auf Stimmenfang bei den Leuten. 

«Wir sind hier auf der Ideen-Sammelstelle für Bern», sagte der 29-jährige Jurist, «sie können heute nicht nur ihre Aludosen oder Altglas hier deponieren, sondern vor allem auch eine Anregung an die Politik.» Während er die Ideen der Recycler sammelte, entsorgten seine Helfer den Abfall der Leute.

Es ist bereits die achte Ideen-Sammel-Aktion des Jungpolitikers und Gemeinderats aus Turgi in diesem Wahlkampf. Auch sonst ist Schoop mit 180 Wahlplakaten und rund 30 Zeitungsinseraten auffallend präsent. 

«Ich gebe rund 50'000 Franken aus für diesen Wahlkampf», sagt der 29-jährige Jungfreisinnige, der Mitglieder der Geschäftsleitung des Bauunternehmen Schoop + Co. AG ist.

Chancen, in den Nationalrat gewählt zu werden, hat er als Jungpolitiker praktisch keine. Dennoch investiert Schoop im Wahlkampf gleich viel wie manch bisheriger Nationalrat. Der Fernsehsender Tele M1 hat nachgefragt, warum er das tut?

«Mir macht es vor allem einfach Spass. Für mich ist Politik auch, mit den Menschen im Dialog zu sein», antwortet er. Und – wenn er etwas mache, dann mache er es richtig.

Auch wenn es ihm letztlich nicht für den Nationalrat reiche, vergebens sei der Wahlkampf nicht. Er schaue es halt als Training für die kantonalen Grossratswahlen im nächsten Jahr an. (edi)

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