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Coronavirus: Diese Regeln gelten im Aargau – im Moment

Welche Auflagen gelten eigentlich in Bars, Restaurants, auf Märkten und im öV?

Welche Auflagen gelten eigentlich in Bars, Restaurants, auf Märkten und im öV?

Fast wöchentlich geben Bund und Kanton neue Massnahmen (oder Lockerungen) in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. Hier eine kleine Übersicht, was im Aargau aktuell gilt.

Sind 1000, 300, oder doch nur 100 Personen erlaubt? Wo muss ich meinen Ausweis zeigen, wo eine Maske tragen, und wo nichts von alldem? Die Auflagen in Zusammenhang mit dem ­Coronavirus ändern sich regelmässig. Und seit der Bund die Verantwortung wieder den Kantonen abgegeben hat, unterscheiden sich die Auflagen von Kanton zu Kanton, und zwar je länger, je mehr. Hier eine kleine Übersicht, was aktuell im Aargau gilt. Mit Betonung auf aktuell. Die nächsten Verschärfungen oder Lockerungen, je nachdem wie sich die Fallzahlen entwickeln, folgen bestimmt.

Grundsätzlich gilt weiterhin, wenn immer möglich:

  • Halten Sie Abstand – mindestens 1,5 Meter.
  • Niesen oder husten Sie in Nastücher oder die Armbeuge.
  • Waschen Sie regelmässig Ihre Hände.
  • Kann der Abstand nicht eingehalten werden, empfiehlt der Bund dringend, dass Sie eine Maske tragen.

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind grundsätzlich verboten. Einzige Ausnahme: Demonstrationen. Dort gilt allerdings die Maskenpflicht.

Argovia Fäscht 2019: Lo & Leduc zeigten während des Sonnenuntergangs ein stimmungsvolles Konzert.

Grossveranstaltungen sind verboten.

Argovia Fäscht 2019: Lo & Leduc zeigten während des Sonnenuntergangs ein stimmungsvolles Konzert.

Veranstaltungen bis 1000 Personen

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder werden Schutzkonzepte umgesetzt, das kann etwa ein Mindestabstand von 1,5 Metern sein, Schutzwände zwischen den Personen oder aber auch eine Maskenpflicht. Ohne solche Schutzmassnahmen müssen Veranstalter die Menschen in Gruppen à je 100 Personen unterteilen. Die Gruppen dürfen sich nicht untereinander vermischen und der Veranstalter muss zwecks Rückverfolgbarkeit die Kontaktdaten der Leute aufnehmen.

Private Veranstaltungen

Für private Veranstaltungen wie etwa Geburtstage, Hochzeiten oder Firmenanlässe gelten etwas andere Regeln. Allerdings nur dann, wenn die Veranstaltung an einem öffentlich nicht zugänglichen Ort stattfindet (etwa in einem Garten oder auf einem Firmengelände). Werden dann die Abstandsregeln nicht eingehalten und auch keine Masken getragen, müssen zwar die Kontaktdaten aller Personen aufgenommen werden, die Menschen müssen jedoch nicht in Gruppen à 100 Personen unterteilt werden. Anders ist es, wenn der Anlass an einem öffentlich zugänglichen Ort stattfindet. Dann gilt die 100er-Regel.

Clubs und Bars im Aargau müssen ihre Besucherzahl reduzieren.

Clubs und Bars im Aargau müssen ihre Besucherzahl reduzieren.

Clubs und Bars

Clubs und Bars dürfen maximal 100 Personen einlassen. Ausserdem müssen die Betreiber die Kontaktdaten der Besucher aufnehmen und diese mit einem Ausweis überprüfen. Entscheidet sich eine Bar allerdings, eine Sitzpflicht einzuführen, und könnten dadurch die Abstände eingehalten werden, gilt diese Einschränkung nicht mehr. Die Ausweispflicht würde aber weiter gelten. Auch Clubs könnten mit einem Schutzkonzept (etwa einer Maskenpflicht) mehr als 100 Personen hereinlassen.

Restaurants

Es gelten die Schutzkonzepte der Gastrobranche. Zwischen den einzelnen Tischen muss etwa der Abstand eingehalten werden. Befinden sich mehr als vier Personen an einem Tisch, muss mindestens eine Person ihre Kontaktdaten angeben.

Kinos brauchen weiterhin Schutzkonzepte.

Kinos brauchen weiterhin Schutzkonzepte.

Läden, Museen, Kinos und ähnliche

Sämtliche öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe müssen Schutzkonzepte erstellen und umsetzen. Die konkreten Konzepte erstellen jeweils die Branchen. Die grundlegenden Vorgaben sind jedoch für alle dieselben: Der Abstand muss eingehalten werden (Läden machen das etwa mit einer Beschränkung der Anzahl Menschen). Ist das nicht möglich (etwa beim Coiffeur), müssen Schutzmassnahmen umgesetzt werden, zum Beispiel Schutzmasken. Und ist auch dies nicht möglich, müssen die Kontaktdaten erhoben werden.

Sommerlager

Sommerlager sind laut Kanton offiziell keine Veranstaltungen. Damit gilt die kantonale 100er- Regel nicht. Es gelten die Richtlinien des Bundes: Lager sind mit Schutzkonzepten und Präsenzlisten möglich, und zwar mit maximal 300 Personen.

Arbeitsplatz

Homeoffice-Empfehlungen hat der Bund zwar offiziell aufgehoben. Arbeitgeber, auch in nicht öffentlich zugänglichen Betrieben, sind aber verpflichtet, ihre Arbeitnehmer zu schützen. Das heisst: Der Abstand muss eingehalten werden können, ist das nicht möglich, sind Massnahmen notwendig, etwa Homeoffice, Masken, oder eine Abtrennung der Arbeitsplätze.

Im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht.

Im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht.

Öffentlicher Verkehr

Im öffentlichen Verkehr ist das Tragen einer Maske Pflicht. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können.

Gottesdienste

Gottesdienste sind offiziell Veranstaltungen. Das heisst: Entweder braucht es Schutzkonzepte, oder aber die 100er-Regel kommt zum Zug.

Märkte

Märkte, aber auch Messen oder Gewerbeausstellungen sind offiziell keine Veranstaltungen. Abstände müssen aber auch hier eingehalten werden.

In Altersheimen gelten mitunter Zugangsbeschränkungen.

In Altersheimen gelten mitunter Zugangsbeschränkungen.

Altersheime

Besuche in Altersheimen sind grundsätzlich wieder möglich, auch hier unter Einhaltung der Schutzmassnahmen. Nur Personen ohne Symptome dürfen Altersheime betreten. Wie im Heim selber die Schutzmassnahmen umgesetzt werden, entscheiden die einzelnen Heime selbst. Manche haben etwa eine Maskenpflicht eingeführt, andere lassen zusätzlich nur eine gewisse Anzahl Besucher aufs Mal zu.

Schulen

Im kommenden Schuljahr findet der Unterricht in ganzen Klassen an den Schulen statt. Sowohl in der Volksschule wie auch an den Mittel-, Berufs- und Hochschulen. Es gelten eigene Schutzkonzepte. An den Volksschulen ist der Hauptpunkt darin der Abstand zwischen Schüler und Lehrperson, die Schüler untereinander dürfen sich normal verhalten. Anders die nachobligatorischen Schulen: Dort müssen sich auch die Schüler untereinander an die Schutzkonzepte halten, allerdings «im Rahmen der Möglichkeiten». Plexiglasscheiben oder eine Maskenpflicht sind nicht vorgesehen.

Kitas

Kitas haben grundsätzlich offen. Beschränkungen der Gruppengrösse sowie Abstand zwischen den Kindern untereinander oder zwischen Kind und Betreuungsperson spielen mittlerweile eine untergeordnete Rolle. Schwerpunkte im Schutzkonzept sind der Abstand zwischen den Erwachsenen sowie das regelmässige Reinigen der Räumlichkeiten.

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