In Isolation

Coronavirus: Regierungsrat Hofmann und Aargauer Polizeikkommandant Leupold positiv getestet ++ weitere Verdachtsfälle

Der Aargauer Polizeikommandant wurde positiv auf das Coronavirus getestet und befindet sich zu Hause in Selbstisolation. Ebenfalls wurde mit Urs Hofmann ein Regierungsmitglied positiv getestet, weitere Verdachtsfälle werden abgeklärt.

Regierungsrat Urs Hofmann ist am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt der Kanton am Montag mit. Der Aargauer Polizeidirektor befindet sich nun in Selbstisolation. Es gehe Hofmann den Umständen entsprechend gut.

Wenige Stunden zuvor war bereits publik geworden, dass der Aargauer Polizeikommandant Michael Leupold (52) auch mit dem Coronavirus infiziert worden ist, wie "Blick" berichtete. Er befindet sich nun bei sich zu Hause in Selbstisolation. Leupold wurde bereits am vergangenen Samstag positiv auf das Virus getestet.

Mediensprecherin Aline Rey bestätigte gegenüber der AZ, dass es Leupold den Umständen entsprechend gut gehe. Der Kommandant der Aargauer Kantonspolizei müsse nun aber voraussichtlich zwei Wochen zu Hause bleiben und ist in dieser Zeit krankgeschrieben. Die operative Führung der Kantonspolizei Aargau hat sein Stellvertreter Peter Gassler übernommen.

Aargauer Regierungsmitglieder positiv auf Coronavirus getestet

Aargauer Regierungsmitglieder positiv auf Coronavirus getestet

  

Auf Anfrage teilt Mediensprecher Roland Pfister mit, dass es innerhalb der Kantonspolizei Aargau zu mehreren Ansteckungen mit dem Corona-Virus gekommen ist. Leupold habe daraufhin denn auch Krankheitssymptome gezeigt und sei dann auf das Virus getestet worden. «Die Ansteckung von einem Korps-Mitglied ist in diesem Fall nachvollziehbar», erklärt Pfister.

Im Rahmen der Ansteckungen bei der Kapo Aargau seien auch mehrere andere Angehörige der Kantonspolizei auf das Virus getestet worden. «Wir haben mehrere Polizistinnen und Polizisten überprüft. Wir werden jedoch nicht bekannt geben, ob und wie viele Angehörige der Polizei positiv auf das Virus getestet wurden.» Wichtig sei in jedem Fall, dass die Einsatzfähigkeit der rund 650 Personen starken Truppe gewährleistet werden könne.

Weitere Verdachtsfälle im Umfeld der Regierung

Leupold sass bei der Medienkonferenz des Kantons am 13. März direkt neben dem Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati und in unmittelbarer Nähe von Regierungsrat Alex Hürzeler, Kantonsärztin Yvonne Hummel und Zivilschutz-Chef Dieter Wicki. Bei der Pressekonferenz wie auch bei den Gesprächen zwischen Gallati und Leupold konnte der Sicherheitsabstand von zwei Metern, der vom Bundesrat und dem BAG strengstens empfohlen wird, nicht eingehalten werden.

Weitere Verdachtsfälle im Regierungsumfeld würden nun abgeklärt, teilt der Kanton mit. Regierungssprecher Peter Buri stellt auf Anfrage eine Information dazu für Dienstagnachmittag in Aussicht. Die Regierungstätigkeit der Aargauer Kantonsregierung soll auf digitalem Weg aufrechterhalten werden.

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