Covid
Impfkampagne nimmt wieder Fahrt auf: Zahl der wöchentlichen Impfungen steigt – Jugendliche ab 12 Jahren können sich in allen Zentren impfen lassen

Seit dem Ende der Sommerferien lassen sich im Aargau wieder mehr Menschen impfen – und weil Moderna jetzt ab 12 Jahren zugelassen ist, können Impfzentren auch Jugendliche impfen. An den Kantons- und Berufsschulen wurden bisher über 550 Impfungen verabreicht, ab Oktober wird auch an Oberstufen geimpft.

Fabian Hägler
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Impfcontainer an der Neuen Kantonsschule Aarau: Ab Oktober soll im Aargau auch an der Oberstufe der Volksschule geimpft werden.

Impfcontainer an der Neuen Kantonsschule Aarau: Ab Oktober soll im Aargau auch an der Oberstufe der Volksschule geimpft werden.

Christian Merz / Keystone

In den Sommerferien sank die Impfbereitschaft im Kanton Aargau markant. Seit dem Schulbeginn ist indes eine deutliche Zunahme der Erstimpfungen zu verzeichnen. Vom 9. bis zum 15. August waren es 4925, die Woche darauf 6713 und in der vergangenen Woche bereits 9212 Erstimpfungen, wie es im Covid-Newsletter des Kantons heisst. Auch in der laufenden Woche zeigt sich demnach eine Fortsetzung dieses Trends.

«Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und führt dazu, dass einzelne Impfstandorte ihre Öffnungszeiten wieder anpassen», teilt der Kanton mit und verweist auf die Übersicht auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung. Derzeit haben rund 57 Prozent der Aargauer Bevölkerung eine erste Impfung erhalten – ganz genau sind es 394'599 Personen. Schon zweimal geimpft sind 357'082 Aargauerinnen und Aargauer.

Am meisten Geimpfte in Aarau, am wenigsten in Zofingen

Den höchsten Anteil von Geimpften gibt es mit 59 Prozent im Bezirk Aarau, am tiefsten ist die Impfquote im Bezirk Zofingen mit 48,9 Prozent. Bei der ersten Publikation der Quoten lag der Bezirk Muri noch auf dem letzten Platz, nun hat er Zofingen überholt. Das sind die aktuellen Impfquoten in den elf Aargauer Bezirken.

Impfung von Jugendlichen ab 12 Jahren in allen Zentren möglich

Betrachtet man die Impfquoten nach Alter, so zeigt sich, dass inzwischen jede zweite Aargauerin und jeder zweite Aargauer zwischen 16 und 29 Jahren geimpft ist. Am tiefsten liegt die Impfquote mit 28 Prozent bei den 12- bis 15-jährigen – für diese Altersgruppe wurde die Impfung erst deutlich später zugelassen als für ältere Personen.

Bisher konnten sich Jugendliche ab 12 Jahren im Aargau nur in den Impfzentren der Kantonsspitäler Aarau und Baden mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech impfen lassen. Seit August hat Swissmedic den Impfstoff Spikevax von Moderna auch für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren zugelassen. Mittlerweile liegen gemäss Covid-Newsletter des Kantons auch «die zur Anwendung notwendigen Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen vor». Damit können sich in allen Aargauer Impfzentren ab sofort Jugendliche ab 12 Jahren impfen lassen. Dasselbe ist auch in Arztpraxen möglich, während in Apotheken erst Personen ab 16 Jahren geimpft werden.

Bereits über 550 Impfungen an Aargauer Schulen verabreicht

Seit dem 16. August wird an mehreren Kantons- und Berufsschulen an ausgewählten Tagen geimpft. Bisher haben gemäss Newsletter 558 Personen an sieben Standorten eine erste Impfung erhalten, die überwiegende Mehrheit davon Schülerinnen und Schüler. Die meisten Impfungen wurden mit 112 bisher an der Kantonsschule Wohlen verabreicht. Die Verantwortlichen des Covid-19-Programms planen, das Impfangebot ab Oktober auf die Oberstufe der Volksschule auszudehnen. «Dort finden Impfungen von Schülerinnen und Schülern jedoch nur statt, wenn eine elterliche Einwilligung vorliegt», teilt der Kanton mit

Kanton prüft fixe Impfstation im Shoppi Tivoli Spreitenbach

Beendet wird hingegen die Impfaktion bei Migros- und Coop-Filialen im Aargau, die seit Anfang Juli lief. Insgesamt führte das kantonale Impfteam dort 1249 Erstimpfungen und 644 Zweitimpfungen durch. Allein 710 Impfungen waren es am Shoppi Tivoli in Spreitenbach, davon 452 zwischen dem 19. und dem 21. August. Deshalb wird geprüft, ob beim Shoppi Tivoli eine permanente Impfmöglichkeit eingerichtet werden kann. Die mobilen Impfteams des Kantons sind aktuell in Schulen unterwegs, weitere Einsätze bei Einkaufsläden sind nicht vorgesehen.

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