1418coach

Der Kanton führt sogar Wartelisten: Junge Sporttrainer sind im Aargau auf dem Vormarsch

Jugendliche an einem Ausbildungswochenende für Sportleiter-Nachwuchs im Kanton Aargau.

Jugendliche an einem Ausbildungswochenende für Sportleiter-Nachwuchs im Kanton Aargau.

Neuerdings dürfen sich Jugendliche ab 14 Jahren zu Sportleitern ausbilden lassen. Das entsprechende Projekt des Kantons heisst «1418coach» und läuft erfreulich. Bis in drei Jahren sollen 1200 weitere Jugendliche zu Coaches ausgebildet werden.

Kinder und Jugendliche gibt es viele in den Aargauer Sportvereinen. Was fehlt, sind Leiterinnen und Leiter. Das stellt ein grosses Problem dar. Aus diesem Grund hat sich der Kanton Aargau entschieden, am Projekt «1418coach» teilzunehmen. Lanciert hat das Projekt der Kanton Zürich bereits vor fünf Jahren. Es ermöglicht Jugendlichen, sich bereits ab 14 Jahren – statt wie bisher ab 18 Jahren – zum Sportleiter ausbilden zu lassen.

Seit dem vergangenen Jahr finden Ausbildungswochenenden statt, an denen die Jugendlichen die Grundlagen für das Leiten von Trainings mit Kindern erlernen. Die Angebote reichen von den Sportarten Turnen über Fussball, Volleyball oder auch Handball. Neu kommen in diesem Jahr auch Unihockey und Kampfsport dazu.

Ziel: 1200 Nachwuchsleiter bis 2023 ausbilden

Weil der Andrang nun sehr gross ist, baut der Kanton Aargau sein Angebot aus. Statt den bisher geplanten drei Ausbildungswochenenden pro Jahr finden nun deren sechs statt. Dadurch könne man doppelt so viele Jung-Coaches ausbilden.

Im Rahmen des eidgenössischen Turnfestes in Aarau wurde das erste Ausbildungswochenende durchgeführt. Wie Natalja Hochstrasser, Sachbearbeiterin «1418coach» beim Kanton sagt, habe man sogar eine Warteliste führen müssen, die noch einmal einen ganzen Kurs gefüllt hätte. Das Projekt läuft bis 2023 weiter und wird durch den Swisslos Sportfond des Kantons Aargau finanziert. Bis dahin sollen 1200 Nachwuchsleiter ausgebildet sein.

Aargauer können nun auch Ski-Coaches werden

Damit dies möglich wird, arbeitet der Kanton Aargau ab sofort auch mit anderen Kantonen zusammen. Es werde einen Teilnehmeraustausch geben mit Kantonen, die ein ähnliches Angebot verzeichnen wie der Aargau. Das sind unter anderem Zürich, Bern, Zug, Graubünden oder auch Luzern. Das hat den Vorteil, dass sich die Jung-Coaches aus dem Aargau nun auch in Sportarten wie Tennis oder Skifahren ausbilden lassen können. Das war bisher nicht möglich, weil dazu im Aargau keine Kurse angeboten werden. Deshalb wurde auch ein neues, kantonsübergreifendes Tool geschaffen, auf welchem alle buchbaren Kurse verzeichnet sind. Die im Aargau angebotenen Kurse finden in diesem Jahr ausschliesslich in der GoEasy-Arena in Siggenthal Station statt. Unter anderem gibt es für Kurse der Sportarten Unihokey, Kampfsport und Fussball noch freie Plätze. Seitens des Kantons ist man aber mit der Auslastung zufrieden und zuversichtlich gestimmt, dass die angestammten 1200 Nachwuchsleiter bis Ende 2023 ausgebildet werden können.

Die GoEasy-Arena in Siggenthal Station wurde im Januar 2016 eröffnet.

Die GoEasy-Arena in Siggenthal Station wurde im Januar 2016 eröffnet.

Die Rückmeldungen auf das Programm sind durchwegs positiv. Die Vereine freuen sich, dass die Jugendlichen, die bisher als Hilfsleiter tätig waren, schon früher Kurse belegen uns sich ausbilden lassen können. Die Verantwortlichen der Vereine freuen sich über mehr Sicherheit in der Halle und bezeichnen die zusätzliche finanzielle Entschädigung als das «i-Tüpfelchen». (cri)

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