Wahlserie

Der Parteienkompass der EDU: Die kleine, konservative Konstante

«Wir haben eine sehr treue Wählerschaft, welche unsere ehrliche Politik schätzt», sagt der EDU Aargau Präsident Roland Haldimann.

«Wir haben eine sehr treue Wählerschaft, welche unsere ehrliche Politik schätzt», sagt der EDU Aargau Präsident Roland Haldimann.

Die EDU will ihre zwei Sitze im Grossen Rat halten. Wie sie es seit zehn Jahren mit praktisch unveränderten Wahlresultaten tut.

Sie ist die kleinste Partei, die im Grossrat vertreten ist: Die Eidgenössisch-Demokratische Union, kurz: EDU. 1,8 Prozente der Stimmen ergatterten die Konservativen 2016, das reichte für zwei Sitze. Dies gelang vor allem dank einem starken Abschneiden in den Bezirken Kulm und Zofingen.

In keinem anderen Bezirk schnitt die EDU auch nur halb so gut ab. Die beiden Sitze möchte die Partei behalten, sagt Parteipräsident Roland Haldimann. Und vielleicht sogar einen dritten dazugewinnen. Allerdings muss die EDU auch nach hinten schauen: Mit Martin Lerch tritt einer der bisherigen Grossräte nicht mehr an. Zahlreiche andere Parteien schielen auf diesen Sitz.

Gegen Abtreibung und für ein Burkaverbot

Die EDU ist nicht nur die kleinste Partei im Grossen Rat, sie ist auch eine der konstantesten in der jüngeren Vergangenheit. Der Wähleranteil veränderte sich seit 2009 kaum. Das habe seine Gründe, sagt Haldimann: «Wir haben eine sehr treue Wählerschaft, welche unsere ehrliche Politik schätzt. Sie wissen, dass unsere Politik nicht durch den Zeitgeist beeinflusst wird, sondern sich an beständigen Werten orientiert.»

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Die EDU engagiert sich gegen die Abtreibung und setzt sich für ein Burkaverbot ein. Die beiden Grossräte stimmten in der vergangenen Legislatur für einen schlanken Staatsapparat, für den Erhalt der Staatsgarantie der AKB und setzten sich insbesondere beim Projekt Eigentrassierung WSB in Unterkulm in Szene.

Die EDU ist die letzte rechtskonservative Kleinpartei im Aargau, die noch aktiv ist. Andere, wie etwa die Auto-Partei oder die Schweizer Demokraten, wurden entweder von der SVP absorbiert oder treten nicht mehr in Erscheinung oder beides. Auch die EDU ist SVP-nah, die Grossräte sind dieser Fraktion angeschlossen. Diese umfasst 47 Personen. Gehen zwei EDUler da nicht etwas unter? Nein, findet Haldimann. Die Grossräte würden sich in der Fraktion wohl fühlen und seien gut integriert. Ausserdem hätten sie wichtige Funktionen in den Kommissionen. Es spreche nichts dagegen, die Fraktionsgemeinschaft beizubehalten. Aber wieso überhaupt EDU wählen und nicht gleich SVP? Haldimann: «Die EDU vertritt die christlichen Grundwerte konsequenter.»

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