Wahlen

Der Parteienkompass der FDP: Freie Wirtschaft, schlanker Sozialstaat

Die FDP ist eine klar bürgerliche Partei. Das zeigt auch der Politspider der Wahlplattform Vimentis. Diese hat den Kandidierenden aller Parteien für den Grossen Rat 44 Fragen zu acht Themenbereichen gestellt und aus den Antworten der bereits ausgefüllten Fragebogen Grafiken erstellt.

Für die FDP ergibt sich dabei das zu erwartende Bild (siehe Spider): Eine freie Wirtschaft und eine restriktive Finanzpolitik stehen an oberster Stelle für die Freisinnigen. Schwerer hat es ein strenges Rechtssystem und kaum noch Zustimmung findet die Forderung nach mehr Sozialstaat.

Eine strikte Ausländerpolitik ist für die Kandidierenden der FDP zwar wichtig, wird aber deutlich weniger stark gewichtet als bei der SVP. Zuletzt gingen diese Parteien wegen der Abstimmung über die Begrenzungs-Initiativen in ihren Meinungen besonders auseinander. Die Wirtschaftspartei FDP ist auch bei der aussenpolitischen Öffnung und beim Umweltschutz grosszügiger als die SVP.

Breites Spektrum der Kandidierenden

Am linksten von allen FDP-Kandidierenden politisiert Karin Müller aus Windisch (neu). Die ehemalige Sprecherin von alt Regierungsrätin Franziska Roth setzt sich laut Vimentis-Profil für eine liberale Schweiz ein. Leicht links von der Mitte stuft die Politplattform sie ein. Müller befürwortet eine Erhöhung des Rentenalters und liberale Ladenöffnungszeiten, aber auch einen Mindestlohn, Mobility-­Pricing und ein Verbot von ineffizienten Autos ab 2030.

Am rechten Rand der FDP siedelt Vimentis den Gemeindeammann von Turgi, Adrian Schoop (bisher), an. Schoop setzt sich gegen Sozialhilfemissbrauch und für Sanktionen bei Missständen ein. Subventionen für Fotovoltaikanlagen oder Regeln für Einweggeschirr an Veranstaltungen lehnt er ab. Dafür befürwortet Schoop liberale Öffnungszeiten und tiefe Unternehmenssteuern. (eva)

Grafik von Vimentis

Grafik von Vimentis

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1