Wahlen im Aargau

Der Parteienkompass der Grünliberalen: Umweltfreundlich mit Abstrichen beim Sozialstaat

Der Umweltschutz ist der GLP Aargau ein Anliegen. Das wird auch im Politspider der Partei deutlich. So sieht der Politspider der Online-Wahlplattform Vimentis aus.

Der Spider bildet die Antworten aller Grossratskandidatinnen und Grossratskandidaten der GLP ab, welche die 44 Fragen auf der Online- Wahlplattform Vimentis beantwortet haben. Am zweitwichtigsten ist der GLP die aussenpolitische Öffnung – auch dort gibt es einen Ausschlag.

Kandidieren die wirklich für die gleiche Partei?

Matthias Betsche (Möriken) und Sebastian Berns (Wohlen) kandidieren beide auf Listen der GLP für den Grossen Rat. Das erstaunt beim Blick auf ihre Politspider. Während Betsche als Präsident von Pro Natura Aargau beim Umweltschutz den Maximalwert erreicht, reicht es bei Berns lediglich für einen Ausschlag bis in die Hälfte. Der Wohler (Jahrgang 1992) lehnt Mobility-Pricing genauso ab wie ein Verkaufsverbot von Neuwagen ab dem Jahr 2030, die nicht den jeweils vier effizientesten Abgasklassen angehören.

..

Viel wichtiger ist Berns hingegen eine strikte Ausländerpolitik. Er will Personen, welche die Schweizer Sicherheit gefährden, auch dann ausschaffen, wenn die Sicherheit dieser Menschen im Ausschaffungsland nicht garantiert werden kann. Ausserdem will er die staatliche Entwicklungshilfe an die Rücknahme von abgewiesenen Asylbewerbern durch ihre Herkunftsländer koppeln.

Dem Präsident von Pro Natura möchte umfassenden Sozialstaat

Matthias Betsche wiederum verfolgt absolut keine strikte Ausländerpolitik. Ihm ist dafür ein umfassender Sozialstaat ein Anliegen. Er lehnt eine Kürzung der Sozialhilfebeiträge für nichterwerbstätige Personen ab und ist dafür, dass der Kantonsbeitrag an die Prämienverbilligung erhöht wird. Berns sieht es genau umgekehrt.

Immerhin bei der Legalisierung des Cannabiskonsums ab 18 Jahren (dafür) und bei der Förderung des Veloverkehrs (auch dafür) sind sich die beiden einig.

Meistgesehen

Artboard 1