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Die Wahl um drei Stimmen verpasst – das sind die grössten Besonderheiten vom Wahlsonntag

Die jüngsten Grossräte, die grössten Pechvögel, die meisten SVP-Fans: Wir haben einen genauen Blick auf den Wahlsonntag geworfen und einige Besonderheiten herausgepickt.

Von den 140 Sitzen gingen 44 an Frauen, das sind 7 weniger als bei den letzten Wahlen. Allerdings wird für den in den Regierungsrat gewählten Dieter Egli (SP) eine Frau nachrücken: Luzia Capanni.

31 Grossräte wurden neu gewählt, davon 13 Frauen und 18 Männer. 109 Grossrätinnen und Grossräte konnten ihren Sitz verteidigen. Das Durchschnittsalter ist von 47 Jahre und 11 Monate auf 49 Jahre und 1 Monat gestiegen. 

Das sind die 10 ältesten Grossrätinnen und Grossräte...

...und das die jüngsten

Das beste Wahlresultat

Die meisten Stimmen holte Michaela Huser (SVP) aus Wettingen: 10'033 Mal stand ihr Name auf einem Wahlzettel. Für sie war aber auch die Ausgangslage gut: Sie kandidierte für die grösste Partei im grössten Bezirk (Baden) auf dem 1. Listenplatz. Als einzige hat die Wettingerin Einwohnerrätin die 10'000er-Marke geknackt. Damit ist sie die Nachfolgerin ihrer Badener Parteikollegin Stefanie Heimgartner als Stimmenkönigin. Heimgartner, mittlerweile Nationalrätin, hatte vor vier Jahren mit 9567 Stimmen das beste Resultat aller Kandidierenden erreicht. Huser selbst erhielt damals als neue Kandidatin 7394 Stimmen.

Die Glückliche

Aufgrund des Wahlsystems (Doppelter Pukelsheim) und je nach Bezirksgrösse braucht es unterschiedlich viele Stimmen, um in den Grossen Rat gewählt zu werden. Mit den wenigsten Stimmen ins Parlament geschafft hat es Isabelle Schmid (Grüne) aus Tegerfelden. Sie benötigte dafür nur 758 Stimmen. Die 55-Jährige gewinnt den Sitz auf Kosten der SVP für die Grünen, die zum ersten Mal überhaupt den bürgerlich geprägten Bezirk im Kantonsparlament in Aarau vertreten

Der Pechvogel

Patrick Philipp Frei (SVP) aus Untersiggenthal ging es umgekehrt: Er hat zwar 6161 Stimmen geholt, das reicht aber nicht zur Wahl. Er ist im Bezirk Baden auf dem 16. Listenplatz der SVP gestartet. Christian Keller schaffte die Wahl mit 114 Stimmen mehr als Frei.

Hier war es am knappsten

Ebenfalls zu den Pechvögeln gehört Alex Reimann (SVP) aus Wölflinswil. Um nur gerade 3 Stimmen verpasste er die Wahl ins Parlament. 2255 Mal stand sein Name auf einem Wahlzettel, Emanuel Suter, der auf der gleichen Liste antrat, hat es mit 2257 Stimmen geschafft. Suter hatte auf der SVP-Liste Platz 7, konnte aber Reimann, der auf Platz 5 stand, überholen.

Die Engagierten und die Uninteressierten

Am höchsten war die Stimmbeteiligung in der Gemeinde Habsburg. Von den 335 Stimmberechtigten beteiligte sich über die Hälfte an der Wahl, nämlich 175 oder gut 52 Prozent. 30.4 Prozent von denen, die an der Urne waren, wählten die SVP, gefolgt von der FDP (22.7 Prozent).

In Spreitenbach dagegen machten nur gut 15 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Auch hier hatte die SVP die Nase vorn, gewählt wurde sie von 34.8 Prozent. Auf dem zweiten Platz lag die CVP mit 17.5 Prozent.

Die SVP-Hochburg

Apropos SVP: Die grösste Unterstützung hatte die Partei bei diesen Wahlen in Holziken: Fast 66 Prozent legten die SVP-Liste in die Urne. In Ennetbaden schaffte Glarners Partei dagegen nicht einmal die 10-Prozent-Hürde. Und hier sehen Sie, wo die Partei am meisten zulegen konnte und wo sie Wähler verloren hat:

Auf der Sieger-Seite

Zwar bleibt die SVP die stärkste Partei im Aargau, gewonnen haben aber die Grünliberalen, die sechs Sitze erobert haben. Die meisten Fans hat die Partei in Kaiserstuhl, wo sie einen Wähleranteil von 26.36 Prozent erreichte.

Zuhause am beliebtesten

Bei den Regierungsratswahlen hat es Dieter Egli (SP) im ersten Wahlgang geschafft. Wenig überraschend hat er in Windisch am meisten Zuspruch erhalten, in seiner Heimatgemeinde konnte er gut 18 Prozent aller Stimmen auf sich vereinen. Es folgen Elfingen, Ennetbaden, Brugg, Baden und Aarau, wo er jeweils zwischen 15 und 16 Prozent schaffte. Die Egli-Skeptiker wohnen in Geltwil, hier schaffte der neue Regierungsrat keine 6 Prozent der Stimmen.

Das Knappe Rennen um Platz 1

Knapp wurde es auch an der Spitze. Markus Dieth (CVP) gewann das Rennen gegen Stephan Attinger (FDP) mit 207 Stimmen Vorsprung.

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