Dutzenden Poststellen in der Schweiz droht das Aus. Dass es nun auch Pläne zur Schliessung der Filiale in Rothrist geben soll, stösst dem Aargauer SVP-Nationalrat Ueli Giezendanner besonders sauer auf. 

An der Nationalrats-Debatte vom Dienstag machte er seinem Unmut über das drohende Poststellen-Aus in seiner Wohngemeinde Luft und trat mit einer ungewöhnlichen Idee ans Rednerpult. Von Bundespräsidentin Doris Leuthard wollte er wissen, ob sie ihm rechtlich ermöglichen würde, die Postfiliale Rothrist als Privatfirma weiterzubetreiben. 

«Ich gründe die Post Rothrist GmbH, übernehme alle Angestellten und bestehe auf dem freien Markt», beteuerte Giezendanner in seiner feurigen Ansprache. 

Zusammenarbeit mit Amazon, Zalando & Co. vorstellbar 

Gegenüber «Radio Argovia» bekräftigt Giezendanner seine Pläne. Er könne sich dabei auch eine Zusammenarbeit mit Firmen wie DPD, Amazon oder Zalando vorstellen. Jemand müsse der Post einfach zeigen, dass man mit den Rothristern nicht so umspringen kann. 

Bundespräsidentin Doris Leuthard zeigte sich grundsätzlich gesprächsbereit. Die Private Post GmbH müsse allerdings ohne Subventionen auskommen. Damit erklärte sich Giezendanner einverstanden. Er werde mit seiner privaten Post sowieso Gewinn schreiben, zeigte sich der Aargauer Politiker überzeugt.

Ob es tatsächlich zur Post Rothrist GmbH kommt, wird sich erst noch zeigen. Die Post will in den nächsten zwei Wochen definitiv bekannt geben, ob die Filiale Rothrist tatsächlich geschlossen wird. (luk)

Diese Schweizer Poststellen sind durch die Sparmassnahmen der Post gefährdet: