Der Fall sollte höchstrichterlich entschieden werden, das Bundesgericht ist aber gar nicht auf eine Beschwerde der Badener Berufsschule gegen einen Entscheid des Verwaltungsgerichts eingetreten. Grund: Der Anwalt von Berufsbildung Baden hatte verlangt, das Urteil sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an das Aargauer Verwaltungsgericht zurückzuweisen. So nicht, befand das Bundesgericht, es hätte ein materieller Antrag gestellt werden müssen. Blosse Aufhebungsanträge genügten nicht, die Beschwerde sei darum nicht unzulässig.

Folge: Die Berufsschule muss nun einem ehemaligen Lehrer eine Entschädigung von 55 000 Franken bezahlen, weil sie ihn in die frühzeitige Pension geschickt hatte. Der Lehrer hatte beim Verwaltungsgericht dagegen geklagt und teilweise Recht bekommen.

Nachfolger für den Lehrer gesucht

Das wollte die Berufsschule aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf sich sitzen lassen. Wie Rektor Rudolf Siegrist erklärt, hatte der Lehrer nämlich in einem Mitarbeitergespräch selber angekündigt, er plane frühzeitig in Pension zu gehen. Deshalb hatte man sich bereits auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht, als er sich dann wieder umentschied und doch das letzte Jahr bis zum ordentlichen Pensionsalter weiter unterrichten wollte. Die Schule berief sich darauf auf ihr Organisationsreglement, wonach die Schulleitung die vorzeitige Pensionierung um maximal drei Jahre verlangen kann.

Ob sie das auch in den Augen der höchstrichterlichen Instanz nicht hätte tun dürfen, wird man nun nie erfahren. Ein blosser Rückweisungsantrag reiche nur aus, wenn das Bundesgericht bei einer Gutheissung der Beschwerde nicht selbst in der Lage wäre, in der Sache ein Urteil zu fällen. Warum das hier so sein sollte, hätten die Beschwerdeführer nicht dargelegt, kritisiert sie das Bundesgericht. (mou/tzi)