Coronavirus

Eine zweite Welle würde im Aargau schnell zu Engpässen im Gesundheitswesen führen

Bei einer starken zweiten Welle könnten die Intensivstationen bald einmal überlastet sein.

Bei einer starken zweiten Welle könnten die Intensivstationen bald einmal überlastet sein.

Der Aargauer Kantonale Führungsstab geht davon aus, dass es in den nächsten Wochen wegen der Lockerungen vom 27. April und den bevorstehenden Lockerungen vom 11. Mai zu einem Anstieg der Corona-Infektionsraten kommen könnte. Auch die verlängerten Wochenenden von Auffahrt und Pfingsten könnten, je nach Wetter, mit einem Anstieg der Fälle verbunden sein.

Der Kantonale Führungsstab hat für die kommenden vier Monate eine Prognose auf Basis der bisherigen Entwicklungen erstellt. «Gestützt auf diese Pro­gnose gehen wir nicht davon aus, dass es in den nächsten Monaten zu einer Überforderung des Aargauer Gesundheitswesen kommt – es sei denn, eine zweite, starke Welle beginnt», heisst es im Lagebulletin.

Die blaue Linie bildet die erfassten Infektionen pro Woche ab. Die rote Linie beinhaltet auch die geschätzte Dunkelziffer.

Die blaue Linie bildet die erfassten Infektionen pro Woche ab. Die rote Linie beinhaltet auch die geschätzte Dunkelziffer.

Auch für eine zweite Welle wurde ein Szenario erarbeitet. Dabei stützte sich der Führungsstab auf den Ablauf der ersten Welle im Kanton Genf im März/April/Mai. «Gemäss diesem Szenario könnte das Aargauer Gesundheitswesen relativ rasch Engpässe aufweisen», heisst es im Bulletin. Die Kapazität von 100 Intensivpflegeplätzen wäre gemäss diesem Szenario bereits am 11. Juni ausgeschöpft.

Würde eine zweite Welle im Aargau so wie die erste im Kanton Genf ausfallen, würde die Zahl der Intensivpflegeplätze Mitte Juni nicht mehr ausreichen.

Würde eine zweite Welle im Aargau so wie die erste im Kanton Genf ausfallen, würde die Zahl der Intensivpflegeplätze Mitte Juni nicht mehr ausreichen.

Der Führungsstab nimmt an, dass der Bundesrat rasch nach Beginn der zweiten Welle wiederum einschränkende Massnahmen anordnen würde, welche dann verzögert ab Mitte Juni wieder zu einer Entlastung führen würden.

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