Quarantäne

Einreise aus Risikoländern: Einzelne Aargauer melden Rückkehr nicht

Ab in die Quarantäne: Ein Plakat im Flughafen Zürich teilt Passagieren aus Risikoländern mit, was  zu tun ist.

Ab in die Quarantäne: Ein Plakat im Flughafen Zürich teilt Passagieren aus Risikoländern mit, was zu tun ist.

Stichproben zeigen: Nur im Einzelfall melden Menschen ihre Heimkehr aus Risikoländern dem Kanton nicht. Bussen gab es für diese bisher aber keine.

4000 Aargauerinnen und Aargauer sind in den vergangenen Wochen aus Risikoländern nach Hause gekommen, die allermeisten davon aus dem Balkan. Sie haben sich beim Kanton gemeldet und sind oder waren zehn Tage in Quarantäne. Flächendeckende Kontrollen, ob sich alle Ferien-Rückkehrer melden und die Quarantäne auch einhalten, sind nicht möglich; der Kanton setzt auf Eigenverantwortung.

Das klappe aber so weit so gut, findet der Kanton: «Die hohe Meldebereitschaft zeigt, dass die Aargauer Bevölkerung Sinn und Zweck der Quarantäne nach der Einreise erkannt hat und danach handelt», schreibt Michel Hassler, Mediensprecher der Gesundheit-Departements.

Ganz ohne Kontrollen geht es dann aber doch nicht. Mit Flugpassagierlisten, die der Kanton vom BAG erhält, wird stichprobenartig kontrolliert. Bei diesen Kontrollen wurden in Einzelfällen Verstösse festgestellt. Nicht alle Einreisenden hatten sich beim Kanton gemeldet, so Hassler. Bussen gab es für diese bisher aber noch keine, sie konnten sich nachmelden.

Kontrollanrufe zu Hause

Die Quarantäne für Einreisende aus Risikoländern funktioniert etwas anders als die bis anhin «klassische» Quarantäne für Kontaktpersonen. Wer einen positiven Coronatest hat, wird vom Contact Tracing Center kontaktiert. Gemeinsam werden die Kontaktpersonen herausgefunden, denen der Erkrankte in den vergangenen 48 Stunden nahe kam. Diese müssen dann in Quarantäne. Wer so in Quarantäne landet, den rufen Mitarbeiter des Contact Tracing Centers im Rahmen der Möglichkeiten regelmässig an, um zu fragen, wie es der Person so geht. So wird auch überprüft, ob sie tatsächlich zu Hause ist. Dieses Vorgehen bedeutet einen gewissen Aufwand und ist nur bis zu einer gewissen Anzahl Fälle möglich. Insgesamt 1400 Personen wurden seit Mai so begleitet, aktuell sind es rund 200.

Nun kommen nochmals 4000 Quarantänepflichtige seit dem 10. Juli dazu; allein aktuell sind 2000 in Quarantäne. Eine Behandlung wie bei Kontaktpersonen ist hier unmöglich. Wer sich nach einer Einreise beim Kanton meldet, wird per Mail über die Quarantänepflicht informiert. Die Personen werden beim Kanton registriert. Telefonate finden nur bei Fragen seitens der Rückkehrer statt.

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