Die Aargauer Kantonspolizei hat in der Woche vom 13. bis 17. Mai 2019 eine gezielte Aktion gegen Ablenkung am Steuer durchgeführt. Die Kontrollen fanden auf verschiedenen Abschnitten der Aargauer Strassen statt. 

Dies ist bereits die zweite Aktion dieser Art innerhalb kürzester Zeit. Bereits vom 4. bis 8. März hatte die Kantonspolizei möglichst viele Fahrzeuglenkende in Bezug auf "Ablenkung" kontrolliert. Bei der Kontrolle im März wurden 400 Fahrzeuge kontrolliert. Die Bilanz: Mehr als 120 Autolenker haben ein Telefon ohne Freisprecheinrichtung verwendet. Insgesamt führte die Kontrolle zu 200 Bussen. Bei 30 Personen kam es sogar zu einer Anzeige wegen der Nutzung des Handys am Steuer.

Bei der neusten Kontrolle vor wenigen Tagen, sah die Bilanz nicht viel besser aus: Insgesamt wurden 424 Fahrzeuge kontrolliert, 226 Bussen und 27 Anzeigen verteilt, davon 9 Anzeigen wegen der Nutzung des Handys am Steuer. 100 Lenkerinnen und Lenker wurden gebüsst, weil sie ohne Freisprecheinrichtung telefonierten.

Weitere 80 Bussen gab es, weil Lenker oder Mitfahrerinnen den Sicherheitsgurt nicht trugen. Weitere Verstösse betrafen unter anderem Fahren auf der Autobahn ohne Vignette, fehlende Kontrollschilder und Rechtsüberholen.

Weitere Kontrollen sind geplant

Was lässt sich aus den Ergebnissen der erneuten Kontrollen schliessen? Roland Pfister, Medienchef der Kantonspolizei, hält fest: «Ablenkung und Unaufmerksamkeit gehören auf den Strassen im Aargau zu den wichtigsten Unfallursachen. Der Benutzung des Smartphones kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.»

Die Ergebnisse der Kontrollen würden die Wichtigkeit dieser Schwerpunktaktionen unterstreichen. «Ein nicht unbedeutender Teil der Verkehrsteilnehmer konnte offenbar noch nicht zu einer Verhaltensänderung bewegt werden.» Es bestehe ein Handlungsbedarf, so Pfister. In Zukunft sollen noch weitere Schwerpunktaktionen durchgeführt werden. Bussen können empfindlich teuer werden. 

Kontrollen und Bussen alleine reichen aber nicht aus. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Sensibilisierung zum Thema nötig ist. Über die Gefahren, die durch Ablenkung am Steuer drohen, muss weiterhin aufgeklärt und sensibilisiert werden.