Zofingen

«Es sind noch alle Finger dran» – das sagt der Kanonier, der sich am Kinderfest verletzt hat

René Schindler (47) hatte Glück im Unglück.

René Schindler (47) hatte Glück im Unglück.

Am Zofinger Kinderfest ist es einem spektakulären Unfall gekommen. Wohl weil es beim Nachstopfen einer Kanone zu einer Nachzündung kam, verletzte sich René Schindler am Arm. Nun erzählt er, wie er den Unfall erlebt hat und wie es ihm geht.

Am letzten Freitag kam es anlässlich des Zofinger Kinderfests 2019 zu einem Zwischenfall beim historischen Gefecht: Auf dem Heiternplatz zog sich der 47-jährige René Schindler Verletzungen zu, als es beim Nachstopfen einer Kanone zu einer Nachzündung kam.

Gegenüber «Blick» äussert sich nun der Kanonier: «Es ist zum Glück nichts Schlimmeres passiert. Ich habe einfach eine grosse Fleischwunde erlitten.» Und ergänzt: «Es sind auch noch alle Finger dran.» 

Offenbar hatte sich am Kinderfest beim Nachstopfen der Kanone die Ladung von selber entzündet. Schindler hatte grosses Glück, er stand im Moment der Explosion seitlich zur Kanone. Der Stock, mit dem er die Kanone nachstopfte, flog rund 200 Meter weit über das Feld – glücklicherweise wurde niemand getroffen.

Schindler ist kein Anfänger als Kanonier – er sei schon seit über 20 Jahren bei den Kadetten Zofingen und beim Kinderfest dabei, erklärt er «Blick»: «So etwas ist mir und den Helfern noch nie passiert.» Der Verletzte wurde umgehend ins Spital gebracht und operiert. «Es geht mir eigentlich gut. Ich hoffe, dass ich bald wieder nach Hause darf.»

Ermittlungen der Kantonspolizei sollen zeigen, wie es zum Schiessunfall kam. Dazu wurden am Freitagnachmittag auch Fachleute des Forensischen Instituts Zürich beigezogen. Die Kanone wurde sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eröffnete eine Strafuntersuchung. (kob)

Kanonenunfall: Augenzeuge erzählt, wie er Unfall erlebt hat

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